Lüdenscheider legt Roman vor

Dieser Mann erklärt die künstliche Intelligenz

Peter Becker Lüdenscheid Buch Veröffentlichung Ant-on Buchmesse Frankfurt
+
Der Lüdenscheider Peter Becker veröffentlicht unter dem Pseudonym Pieter van Hoorn einen Fact-Roman mit dem Titel „Ant-on“.

„Es war der Versuch, das Thema „Künstliche Intelligenz“ zu erklären, und zwar so, dass „Menschen wie Du und ich das verstehen“, sagt der Lüdenscheider Peter Becker, wenn man ihn fragt, was ihn dazu bewogen hat, den Roman „Ant-on“ zu schreiben. Unter dem Pseudonym Pieter van Hoorn legt der 65-Jährige Mitte Oktober sein 620 Seiten starkes Werk vor.

Lüdenscheid - Ameisen, sagt Becker, kennen nur das „Wir“ und kein „Ich“. Auf dieser Basis schaffen Wissenschaftler in seinem Roman Roboter-Ameisen mit der Bezeichnung „Ant-on“, die sich mithilfe künstlicher Intelligenz weiterentwickeln getreu dem Motto „Was geht, wird weiterverfolgt, was nicht geht, wird fallen gelassen“. Alle Beteiligten, inklusive verschiedener Geheimdienste, sind begeistert von der Entwicklung. Doch dann verselbstständigt sich das Experiment. Zu den Protagonisten der Geschichte gehört auch der amerikanische Präsident als Konkurrenz zu den Ameisen: „Ich nehme den Leser an die Hand durch eine immer schneller werdende Story bis hin zum Showdown in einem Luxushotel in München“, sagt Becker.

Seine Recherchen begannen bereits im Herbst 2018, als der gelernte Führungskräfteberater und Coach Fachbroschüren und das Internet durchforstete: „Keiner weiß genau, was künstliche Intelligenz ist oder wie das menschliche Hirn funktioniert. Das wollte ich darstellen.“ Insektenforschung, neuronale Vernetzung, Recherche-Besuche in der Lüdenscheider Bücherei – „und dann war das, als ob man über Eisschollen von Grönland nach Skandinavien springt. Jeder kam zu mir und brachte mir Lesestoff über das Thema.“ Der Roman nahm Gestalt an. Am Ende wurde „Ant-on“ keine Science-Fiction-Geschichte, sondern ein Fact-Roman. Fakten und Fiktion sind getrennt, aber doch miteinander verwoben. Die Ameisen-Armada entwickelt sich bis hin zu eigenen Entscheidungen: „Jeff Goldblum sagt als Dr. Ian Malcom in Jurassic World: ,Das Leben findet einen Weg.’ Und genauso ist das.“

Aktuelle Weltpolitik und auch eine Prise Erotik arbeitete Becker mit ein und fand bei der Verlegerin Barbara Jost (Kontrast Verlag in Rheinland-Pfalz) die erste dankbare Leserin für seinen faszinierenden, aber gleichsam erschreckenden Debüt-Roman. Auf der Frankfurter Buchmesse sollte das Buch vorgestellt werden – bis Corona kam.

„Ant-on“ ist eine Reise durch künstliche Intelligenz und ein kriminalistischer Einblick in die Lebensweise von Roboter-Ameisen.

Die Buchmesse findet vom 14. bis 18. Oktober als „special edition“ statt, überwiegend digital, aber auch mit Live-Begegnungen. Ende Juni, sagt Becker, kam der überraschende Anruf, nachdem er das Manuskript an den Verlag geschickt hatte: „Haben Sie am 14. Oktober Zeit, Herr Becker?“ Verlegerin Barbara Jost wird mit dem Lüdenscheider als Teil der digitalen Buchmesse im Eventhaus Podium Rheinland-Pfalz in Panzweiler im Hunsrück über „Ant-on“ sprechen (14 bis 14.30 Uhr).

Das Buch erscheint zunächst als E-Book, ab Anfang Dezember dann auch als Taschenbuch. Auf Lesungen in Lüdenscheid freut sich der 65-Jährige besonders. Peter Becker: „Was mich sehr stolz gemacht hat, ist, dass Frau Jost geschrieben hat: Das ist ein Buch, das die Welt braucht!“

Das Buch:
Pieter van Hoorn
„Ant-on“
erscheint 14. Oktober zunächst nur als E-Book
Seiten: ca. 630
ISBN: 978-3-86447-087-5, Preis: 9,99 Euro

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare