Ev. Perthes-Werk feiert seinen 50. Geburtstag

Mitarbeiter und Bewohner beim Fest im Dietrich-Bonhoeffer-Altenzentrum.

Lüdenscheid - „50 Jahre emsig – und noch kein bisschen müde!“ Unter dieser Überschrift hat das Ev. Perthes-Werk in Lüdenscheid am Dienstag seinen 50. Geburtstag gefeiert.

Vielen Lüdenscheidern ist das Perthes-Werk kaum bekannt, obwohl es einer der größten Träger sozialer Einrichtungen in Lüdenscheid ist. Viel bekannter dagegen sind die Einrichtungen (T)Raumland, das Amalie-Sieveking-Haus an der Sedanstraße mit der Wohnungslosenhilfe und dem überregionalen Hospiz, das Dietrich-Bonhoeffer-Altenzentrum, die Altenpflegeschule an der Bonhoefferstraße, das neue Seniorenzentrum Amalie-Sieveking-Haus an der Annabergstraße und das Ambulant-Betreute-Wohnen.

In allen Einrichtungen sollte der Geburtstag auch für die Bewohner und Klienten spürbar werden. Im Bonhoeffer-Zentrum ging es gleich morgens mit einem Blumengruß und einem Sektfrühstück los. Im Seniorenzentrum Amalie-Sieveking-Haus wurde zum nachmittäglichen Geburtstagskaffee eine Festtagstorte angeboten. Bei den Klienten der Wohnungslosenhilfe dagegen wurde ganz praktisch ein Päckchen leckerer Kaffee überreicht, der für die vielen Herren in der Einrichtung doch wesentlich willkommener sein wird. Im Fachseminar für Altenpflege feierten die Auszubildenden und Dozenten eine Geburtstagsparty mit typischer 60er-Jahre-Musik, Hawai-Toast, TRiTOP… Und nicht zuletzt lud das Ambulant Betreute Wohnen seine Klienten zu einem Brunch ein.

Mehr als 300 Mitarbeiter

Allein in Lüdenscheid arbeiten mehr als 200 hauptamtliche und rund 120 ehrenamtlichen Mitarbeiter beim Ev. Perthes-Werk und betreuen dabei mehr als 380 Klienten und Bewohner. Bis heute stehen insbesondere Menschen in leiblicher Not, in seelischer Bedrängnis und in sozial ungerechten Verhältnissen im Fokus der Unterstützungsangebote.

„Wir agieren auf Basis unserer Überzeugung, dass es elementar ist, auch die Ursachen der Nöte zu beheben“, sagt Einrichtungsleiter Udo Terschanski. „Uns ist es immer wichtig, individuell zu unterstützen, denn jeder Mensch ist einzigartig, ebenso wie seine Geschichte und jeweilige Problemlage“, unterstreicht er.

Generationentreff beim Besuch durch den Kindergarten.

In der Praxis bedeute dies, dass persönliche Unterstützungen für Menschen aller Altersstufen in eigenen Diensten, Einrichtungen und Heimen, insbesondere für Menschen im Alter, mit Behinderungen, Abhängigkeitskranke und Personen in besonderen sozialen Schwierigkeiten erbracht würden. „Als Teil des Perthes-Werks können wir professionelle und zeitgemäße Unterstützungsangebote vorhalten und gleichzeitig diakonische Grundwerte in unserer Arbeit konkret werden lassen“, so Terschanski. „Wir freuen uns auf viele weitere Jahre, in denen wir uns weiterentwickeln und gleichzeitig dieser Tradition verbunden bleiben wollen.“

Das Amalie-Sieveking-Haus war die erste Einrichtung des Ev. Perthes-Werkes in Lüdenscheid, gleich 1965 wurde das damalige Seniorenzentrum mit 61 Plätzen eröffnet und die seit 1894 bestehende Herberge zur Heimat (heute Wohnungslosenhilfe) dem neuen Träger übergeben. Das Dietrich-Bonhoeffer-Altenzentrum und die Altenpflegeschule wurden 1982 eröffnet. Das Hospiz entwickelte sich ab 1996 und das Ambulant Betreute Wohnen ging zehn Jahre später an den Start. Als jüngstes „Küken“ komplettiert das Second-Hand-Kaufhaus (T)Raumland für Menschen mit kleinem Geldbeutel seit 2010 die Lüdenscheider Angebote des Ev. Perthes-Werkes.

13 Millionen Euro investiert

So entwickelte das Ev. Perthes-Werk in den vergangenen 50 Jahren stetig neue Angebote für sozial benachteiligte und hilfesuchende Menschen in Lüdenscheid. Damit aber noch nicht genug: In den letzten drei Jahren wurden in Lüdenscheid mehr als 13 Millionen Euro in den Neubau des Seniorenzentrums Amalie-Sieveking-Haus und die Modernisierung des Dietrich-Bonhoeffer-Altenzentrums investiert. Müdigkeit beim Bauen ist jedoch noch nicht zu spüren, so ist ganz aktuell die Erweiterung des Hospizes auf acht Plätze an der Bonhoefferstraße geplant.

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