Neuer Standort fürs Hospiz

Hospiz-Leiterin Marion Döbbelin (li.) erläuterte gemeinsam mit Ralf Lohscheller, beim Perthes-Werk Geschäftsbereichsleiter Altenhilfe-Süd, Daniele Messy, stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums Hospiz Amalie-Sieveking-Haus, die Ausbaupläne.

Lüdenscheid - Das evangelische Perthes-Werk investiert mehrere Millionen Euro in den Umbau des Hospizes, das danach seinen neuen Standort an der Dietrich-Bonhoeffer-Straße haben wird.

Von Martin Messy

Mit dem Umbau eines Trakts direkt neben dem Dietrich-Bonhoeffer-Altenzentrum ist auch eine großzügige Erweiterung des Hospizes verbunden, das den Gästen dann acht statt bisher fünf Plätze bieten wird.

„Im Laufe des Jahres 2016 rechnen wir mit der Fertigstellung“, sagt Ralf Lohscheller, beim Perthes-Werk Geschäftsbereichsleiter Altenhilfe-Süd. Der Standort an der Sedanstraße, an dem das Hospiz seit der Gründung 1996 seinen Sitz hat, wird dann aufgegeben. Hospiz-Leiterin Marion Döbbelin schwärmt von dem „schönen Raumkonzept“, das mit dem Umbau verbunden sei.

Nach der Kernsanierung werden laut den vorläufigen Planungen im 2. und 3. Obergeschoss jeweils vier Gästezimmer für Menschen zur Verfügung stehen, die dort in ihrer letzten Lebensphase Schutz, Begleitung und Zuwendung erfahren. „Der letzte Weg im Leben eines Menschen verdient besondere Aufmerksamkeit“, sagt Marion Döbbelin, „voller Würde, Respekt und Wertschätzung.“ Zur Seite stehen dem qualifizierten Pflegeteam dabei auch 25 engagierte Ehrenamtler, darunter auch Daniele Messy, die kürzlich zur stellvertretenden Vorsitzenden des Kuratoriums Hospiz Amalie-Sieveking-Haus Lüdenscheid gewählt wurde. 1. Vorsitzender ist Superintendent Klaus Majoress.

Die Gästezimmer, die zwischen 20 und 30 Quadratmeter groß sind, bieten auch alle Übernachtungsmöglichkeiten für Angehörige und Freunde. Auf der 2. Etage gibt es zudem ein großes Wohlfühlbad. An einen Gemeinschaftsraum grenzt ein Wintergarten, über den es auf eine Dachterrasse gehen soll. Die Balkone werden bleiben.

Im 1. Obergeschoss sind die Verwaltung, ein Besprechungsraum und ein Abschiedsraum untergebracht.

Im Erdgeschoss sollen nach den bisherigen Planungen ein Physiotherapeut und ein Frisör Platz finden. Zugänge wird es von der Seite des Dietrich-Bonhoeffer-Altenzentrums und von der Auferstehungskirche her geben, wo eine Zufahrt und Parkplätze entstehen. Die räumliche Anbindung an die die Kirchengemeinde passt auch inhaltlich: Pfarrerin Brigitte Kölling ist Hospiz-Seelsorgerin.

„Wir haben uns bereits seit zwei Jahren Gedanken über einen Neubau für das Hospiz oder den Umzug in ein bestehendes Gebäude gemacht und sind nach den baulichen Veränderungen am Dietrich-Bonhoeffer-Altenzentrum jetzt zu dieser Lösung gekommen“, sagt Ralf Lohscheller. Voraussichtlich im Mai nächsten Jahres werde die Kernsanierung für das neue Hospiz beginnen.

Die Erweiterung entschärft auch die angespannte Belegsituation in der Einrichtung: Auf der Warteliste für einen Platz im Hospiz stehen zurzeit 23 Menschen.

Finanzierung

Zwischen 10 und 20 Prozent ihrer Gesamtkosten müssen Hospize selbst finanzieren. Den Rest übernehmen die Kranken- und Pflegekassen. Im Lüdenscheider Hospiz wurden seit der Gründung 1996 insgesamt 1200 Gäste in ihrer letzten Lebensphase begleitet, in diesem Jahr waren es bisher 69. Wer das Hospiz unterstützen möchte, kann auf Konto DE 97458500050000138123 bei der Sparkasse Lüdenscheid, eine Spende überweisen.

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