„2. Perspektivforum“ im Kulturhaus

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Es gibt viel zu tun: SPD-Mann Jens Voß präsentierte die Ergebnisse zum Thema Inklusion.

LÜDENSCHEID - Eine Stadt, die ihre Zukunftsfähigkeit behalten will, braucht wohl den steten gesellschaftspolitischen Diskurs. Vor diesem Hintergrund hat die Lüdenscheider SPD in den letzten Monaten immer wieder aktuelle Themen ins Rampenlicht gerückt. So auch am Wochenende bei ihrem „2. Perspektivforum“ im Kulturhaus.

Rund 30 Teilnehmer waren bei der Veranstaltung mit von der Partie – darunter auch mehrere Nicht-Parteimitglieder, wie SPD-Stadtverbandsvorsitzender Gordan Dudas erfreut feststellte. Seit geraumer Zeit werben Dudas und der SPD-Stadtverband bekanntlich für eine offenere Diskussion auch jenseits der eigenen Parteigrenzen.

Unter Leitung von Verena Kasperek, Katja Kirmizikan und Jens Voß gab es an diesem Tag drei Workshops. Die Themen dabei: Familien- und Kinderförderung, die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund und die Inklusion behinderter Mitbürger. Hier ein Überblick zu den Ergebnissen des Diskussionsforums.

Thema Familien- und Kinderförderung: Hier wünscht sich die SPD eine flächendeckende und qualitativ hochwertige U3-Betreuung sowie mitunter auch Betriebskindergärten. Besonders wichtig laut Verena Kasperek auch: eine stärke Kinder- und Jugendarbeit speziell in sozial schwächeren Stadtteilen.

Thema Integration von Menschen mit Migrationshintergrund: Hier setzt die SPD auf eine doppelte Staatsbürgerschaft ebenso wie auf das Erlernen der deutschen Sprache. Gleichzeitig sollten Migranten ihre Muttersprache nicht verkümmern lassen – etwa aus Identitätsgründen. Eine andere zentrale Forderung: die Kostenfreiheit des Kita-Besuchs. Dazu Workshop- Leiterin Katja Kirmizikan: „Die Gebühren verhindern oft, dass Kinder aus Migrationsfamilien in die Kita gehen.“ Anmerkung von Gordan Dudas: „Bildung sollte überhaupt kostenfrei sein.“

 Thema Inklusion Behinderter: Damit die gelingt, sei ein pädagogisches und bauliches Konzept für die Schulen vonnöten. So SPD-Mann Jens Voß bei der Präsentation der Workshop-Resultate. Das aber brauche seine Zeit. Konkret regte Voß etwa ein verstärktes barrierefreies Bauen und eine verlängerte Berufsausbildungszeit für Menschen mit Behinderungen an. Eine weitere Idee für die Zukunft: ein gezieltes Inklusionskonzept für Lüdenscheid. - Sebastian Schmidt

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