Hamburger Unternehmen wird in Lüdenscheid aktiv

Personalmangel bei der Feuerwehr: Privatanbieter springt ein

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Symbolbild.

Lüdenscheid - Aufgrund des knappen Personalbestandes der Feuer- und Rettungswache, wird ab dem 1. August ein Hamburger Unternehmen mit der Besetzung eines 24-Stunden-Rettungswagens beauftragt. Das hat die Stadtverwaltung ohne das sonst übliche Ausschreibungsverfahren entschieden, denn es eilt.

Die Falck Notfallrettung und Krankentransport GmbH aus Hamburg wird ab dem 1. August mit der personellen Besetzung eines 24-Stunden-Rettungswagens beauftragt.

Dies beschloss der Stadtrat am Montag laut einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung. Das Unternehmen kennt sich in Lüdenscheid bereits aus. Schon seit 2013 besetzt es einen 24-Stunden-Krankentransport.

Mit der Entscheidung reagieren Verwaltung und Politik auf die angespannte Personalsituation im Bereich der Feuer- und Rettungswache.

Der Dringlichkeitsentscheidung ging ein Ratsbeschluss am 8. April voraus: Die Mandatsträger hatten es damals abgelehnt, zum Ausgleich der Vakanzen im Rettungsdienst die im Brandschutz zu besetzenden Funktionen zu reduzieren.

Gleichzeitig stimmten sie unter anderem dafür, dass die Stadt auf dem Arbeitsmarkt beziehungsweise bei entsprechenden Dienstleistern nach „externen Lösungen“ für den Rettungsdienst suchen darf. Kurzfristig wurde die Besetzung des 24-Stunden-Rettungswagens daraufhin bis Ende Juli an einen anderen Anbieter vergeben.

Aufgrund des knappen Personalbestandes der Feuer- und Rettungswache und dem zusätzlichen Mehrbedarf durch den vom Märkischen Kreis verabschiedeten Rettungsdienstbedarfsplan konnte die Vergabe laut Stadtverwaltung wegen der besonderen Dringlichkeit ohne das ansonsten übliche Ausschreibungsverfahren umgesetzt werden.

Auch die vor Ort ansässigen Hilfsorganisationen seien angefragt worden. Diese hätten aber abgelehnt, da sich dort ebenfalls der Fachkräftemangel bemerkbar mache.

Mit der Beauftragung der Falck GmbH erfolge nun ein zweiter Schritt zur Verringerung der Personalvakanzen bei der Feuer- und Rettungswache. Allerdings seien weitere Schritte notwendig, um die Reduzierung von Funktionen im Brandschutz zu verhindern.

Entsprechende Maßnahmen, wie zum Beispiel die Gewinnung von Brandschutzpersonal, würden derzeit geprüft.

PSL

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