CDU feiert Deutsche Einheit / Landrat Heinrich-Jaschinski aus Brandenburg zu Gast

Persönliche Wende zur Politik

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Christian Heinrich-Jaschinski, Landrat des Elbe-Elster-Kreises, war zu Gast bei der heimischen CDU und berichtete aus seiner Heimat Brandenburg.

Lüdenscheid - Blick zurück, Blick nach vorn – und Blick auf den Status quo: Die Lüdenscheider CDU feierte am Freitag den Tag der Deutschen Einheit in der Gaststätte Dahlmann. Landrat Christian Heinrich-Jaschinski aus Brandenburg war zu Gast, um den Christdemokraten über die Veränderungen seit des Mauerfalls zu berichten.

Die klischeebehaftete Ossi-Wessi-Diskussion gebe es kaum noch, machte der Landrat des mit dem Märkischen Kreis befreundeten Elbe-Elster-Kreises deutlich. Vielmehr identifizierten sich die Menschen heute über ihre Bundesländer. Für ihn sei der Tag der Deutschen Einheit daher auch ein Tag der Bundesländer.

Für Christian Heinrich-Jaschinski persönlich wendete sich nach der Wende auch seine berufliche Laufbahn. So wollte der gelernte Werkzeugmacher die Zukunft mitgestalten und engagierte sich fortan politisch. Vor seiner Wahl zum Landrat war er ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Rückersdorf. Und da ein „schwarzer“ Landrat in Brandenburg eine Seltenheit sei, stehe er im regelmäßigen Kontakt mit seinem Amtskollegen Thomas Gemke, der am Freitag ebenfalls zu Gast war.

Doch in Zukunft, so ist er sich sicher, könne der Westen auch vom Osten einiges lernen. Denn in den neuen Ländern zeige sich im Zeitraffer, worauf sich in Zukunft viele der hiesigen Regionen einstellen müssten. Damit spielte er speziell auf die demographische Entwicklung an.

Heinrich-Jaschinski warb auch für die Universitäten in seiner Heimat: Diese hätten zu Recht einen sehr guten Ruf, seien durch die Neubauten moderner als jene in den alten Bundesländern und die Betreuung sei oft besser. Der bezahlbare Wohnraum in den Unistädten runde das Paket ab. Der Landrat berichtete den Lüdenscheidern darüber hinaus von den Fortschritten in der Industrie, im Tourismus, der Landwirtschaft sowie der Stadtentwicklung.

Um die letzten, verbliebenen Vorurteile abzubauen, sei es aus seiner Sicht unerlässlich, die Partnerschaften zwischen den Landkreisen und Städten zu pflegen. Daher möchte er sich auch künftig für den Austausch unter Jugendlichen einsetzen. „Wir haben eine Verpflichtung zur Erinnerung gegenüber der heranwachsenden Generation, die die Teilung nur aus Büchern kennt.“ - lima

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