Beliebt bei Personen, die in der Stadt arbeiten

Drastische Maßnahme am "Penny", weil Dauerparker Patienten Parkraum "klauen"

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Der Parkplatz am Penny-Markt ist beliebt bei Personen, die in der Stadt arbeiten. Sie nehmen damit aber denjenigen die Parkplätze weg, die darauf angewiesen sind.

Lüdenscheid - Über einen signalroten Zettel am Fahrzeug wunderte sich der eine oder andere Fahrzeughalter in den vergangenen Wochen, der sein Auto am Penny-Markt an der Heedfelder Straße abgestellt hatte. 

Dieser enthält die Mitteilung: „Sie parken auf einem Privatparkplatz. [...] Bitte beachten Sie, dass wir Ihr Fahrzeug notiert haben. Im Wiederholungsfall sind wir angewiesen, ohne weitere Ankündigung Unterlassungsklage zu erheben.“

Was hat es mit dem Schreiben auf sich? Gibt es an dieser Stelle ein neues Parkverbot? Die Redaktion hat nachgefragt. 

„Nein, das Schreiben ist nicht neu. Es besteht schon seit mehreren Jahren“, erklärt die Lüdenscheider Immobilien Verwaltungsgesellschaft, die sich stellvertretend um das Gebäude und den dazugehörigen Parkplatz kümmert.

Während des Umbaus blieb der Parkplatz voll

Dem Unternehmen war jedoch ein enormes Verkehrsaufkommen aufgefallen, während des Umbaus des Penny-Marktes in den vergangenen Wochen. „Dabei hätte der Parkplatz zu dieser Zeit extrem leer sein müssen. Stattdessen herrschte jedoch ein großer Andrang“, erklärt man.

Daher habe der Hausmeisterservice – da es ein Privatparkplatz ist, ist das Ordnungsamt nicht zuständig – die Kontrollen auf dem Parkplatz verschärft und bei Parkverstößen die Verwarnungen verteilt. 

Das traf entweder dann zu, wenn die Parkscheibe abgelaufen oder vergessen worden war.

Parkplatz nur für Kunden und Anwohner

Wie das Schreiben ebenfalls verdeutlicht, ist der Parkplatz ausschließlich für „Bewohner und Kunden der Häuser Heedfelder Straße 7-13a zum Abstellen ihrer Fahrzeuge“ gedacht und das bedeutet, „für die Kunden, der im Objekt befindlichen Geschäfte, ist das Parken mit Parkscheibe maximal eine Stunde erlaubt.“

Grund für das Durchgreifen auf dem Parkplatz sei, dass die Falschparker denjenigen den Parkplatz nehmen würden, die darauf angewiesen seien. „Der Parkplatz ist in erster Linie auch nicht für Kunden des Penny – obwohl sie für eine Stunde dort parken dürfen – sondern vor allem für die Kunden der anderen Mieter wie der Praxis des Logopäden“, erklärt das Unternehmen. 

Bislang wurde noch nicht abgeschleppt

Für diese Patienten müssten Parkplätze zur Verfügung gestellt werden. Stattdessen würden jedoch viele, die in der Stadt arbeiten, einfach ihr Auto dort den ganzen Tag über abstellen. „Das wollen wir verhindern“, heißt es.

Bei dieser ersten Verwarnung ist erst einmal noch nichts zu befürchten. Lediglich das Nummernschild wird gegebenenfalls notiert, um einen wiederholten Verstoß festzustellen. Jemanden abschleppen zu lassen, sei bisher noch nicht nötig gewesen. Zuerst suche man zudem das persönliche Gespräch mit den Falschparkern, erklärt das Unternehmen.

Umbauarbeiten dauerten sechs Wochen

Sechs Wochen lang war der Penny-Markt an der Heedfelder Straße in Lüdenscheid wegen Umbauarbeiten geschlossen gewesen. Am 25. November wurden die Pforten dann wieder geöffnet.

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