Lüdenscheider Innenstadt

Bewegung in Sachen P&C-Gebäude: Was passiert in der City?

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Bewegung in Sachen P&C-Gebäude: Was passiert in der City?

Lüdenscheid - Das P&C-Gebäude in der Lüdenscheider Innenstadt steht seit langem leer. Jetzt könnte Bewegung in die Sache kommen.

„Es bewegt sich was“, ist aus den Reihen der Politik und der Verwaltung zu hören. Am Mittwoch steht jedenfalls in der gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Umwelt sowie des Bau und Verkehrsausschusses ein Sachstandsbericht zum ehemaligen P & C-Gebäude an der Wilhelmstraße auf der Tagesordnung.

Was ist mit dem Komplex geschehen? Hier ein Rückblick über die lange Geschichte:

2009

Im September kauft das Modehaus Peek & Cloppenburg den Komplex von der Krause Grundstücksgesellschaft mbH und kündigt einen Abriss mit anschließendem Neubau an.

2012

Es dauert noch gut zwei Jahre, bis das Architekturbüro Kleihues+Kleihues Anfang 2012 einen Entwurf des geplanten Neubaus vorstellt. Anfang Oktober billigt der Rat den Vertrag mit P & C. Es gibt aber auch fünf Gegenstimmen, da sich dem Vernehmen nach das Modehaus für die Zukunft nicht von vornherein auf alle städtischen Vorgaben zur Gestaltung festlegen lassen will.

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Im Dezember findet eine Informationsveranstaltung statt. Mit dem Abriss sei im Frühjahr 2013 zu rechnen, mit dem Neubau soll im Sommer begonnen werden, informiert das Berliner Architekturbüro. Die Nachbarschaft befürchtet durch die Großbaustelle Beeinträchtigungen und Umsatzeinbußen.

2013

Bis Mitte 2013 tut sich nichts. Grund der Verzögerung sind Erwägungen in der P & C-Vorstandsetage, das Projekt möglicherweise nicht mit eigenen Mitteln, sondern durch Investitionen externer Anleger zu finanzieren. Im Juli bewegt sich doch etwas: Ein Unternehmen beginnt innen mit der Schadstoffsanierung. Spritzasbest in dem Gebäude soll abgetragen und entsorgt werden.

2014

Im April 2014 werden vor eineinhalb Jahren ausgebuddelte Bäumchen, die wegen des angekündigten Abrisses entfernt worden waren, wieder eingesetzt. Die Stadtverwaltung betont, P & C wolle seinen Vertrag erfüllen und werde in Lüdenscheid nicht selber bauen, sondern suche einen Investor. Es gebe ernsthafte Kontakte. 

Auf ihrer Homepage schreibt das Unternehmen: „Aller Voraussicht nach wird P & C im Winter 2014 wieder mit einem Modehaus in Lüdenscheid vertreten sein.“ Gefeiert werde die Eröffnung direkt am Sternpatz. 

2015

Anfang Oktober 2015 endet die Abrissgenehmigung und es hat sich immer noch nichts getan. „Nicht vertragstreu“, „völlig undurchschaubare Interessen“, „massivste Auswirkungen auf die Innenstadt“ – mit scharfen Worten kritisiert Bürgermeister Dieter Dzewas das Verhalten von P & C. 

Im Dezember teilt das Modehaus mit, es sei immer noch auf Investorensuche.

2016

Im August 2016 gibt sich Martin Bärwolf, Fachbereichsleiter Planen und Bauen, auf LN-Anfrage vorsichtig optimistisch: „Es geht voran. Offensichtlich wollen die das Projekt weiter verfolgen.“ 

2017

Im April 2017 sagt Unternehmenssprecherin Bianca Schubert: „Wir können versichern, dass wir seit längerem ,hinter den Kulissen‘ alle Aspekte abwägen und an einer Entscheidung über den Standort Lüdenscheid arbeiten.“

Im Mai vermeldet P & C, „Bei der konkreten Planung hat sich herausgestellt, dass der Standort Lüdenscheid für P&C nicht optimal geeignet ist.“ Das Gebäude werde verkauft. Decke und Wände des Säulengangs werden mit einem frischen Anstrich versehen. Vor dem geplanten Verkauf der Immobilie sollen noch einige Schönheitsreparaturen vorgenommen werden.

2018

Seitdem tut sich nach außen hin aber nichts mehr. Hinter den Kulissen gehen die Bemühungen um eine Lösung weiter – offenbar mit Erfolg.

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