Pausenhalle Staberg: Nur die Grünen sind dagegen

LÜDENSCHEID ▪ Mit einem deutlichen Votum hat der Hauptausschuss des Rates gestern den Weg für den Bau der Pausenhalle für die beiden Staberger Gymnasien – wir berichteten – freigemacht. Stadtkämmerer Karl Heinz Blasweiler hatte zuvor erklärt, dass die schriftlichen Bestätigungen der Spender vorliegen. Einzig die Vertreter der Grünen – Tanja Tschöke und Otto Bodenheimer – stimmten gegen den Beschlussvorschlag aus dem Rathaus.

Tanja Tschöke begründete die Ablehnung mit einer drohenden „Ungleichbehandlung“ der weiterführenden Schulen. „Diese hohen Standards sind zwar wünschenswert, aber für andere Schulen nicht haltbar.“ Woanders gebe es derartige wirtschaftliche Möglichkeiten nicht.

LL-Sprecherin Angelika Linnepe forderte, die Sparkasse solle zu der Spende von 200 000 Euro nächstes Jahr 300 000 Euro aus ihren Gewinnen abführen. „Sonst entsteht der Eindruck, die Sparkasse habe sich aus der Gewinnabführung freigekauft.“

„Eine tolle Sache, die uns die Entscheidung leichter macht“, nannte CDU-Fraktionschef Oliver Fröhling das private Engagement der Staberger Unterstützer. Und auch aus der FDP kamen nur zustimmende Worte. Annette Schwarz: „Durch die privaten Spenden wird deutlich, wie notwendig das Projekt ist.“ Hier könnten zwei Schulen an einem Standort profitieren. SPD-Mann Jens Voß verwies auf die aktuellen Ausstattungsstandards und merkte an: „Moderne Schule geht anders.“ Und Bürgermeister Dieter Dzewas sagte: „Die Forderung nach Investition in die Bildung darf keine Worthülse sein!“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare