Patientenseminar: Wenn Darmkrebs zurückkommt

Auch ein zurückgekehrter Darmkrebs kann mittlerweile erfolgreich operiert werden – wie hier im Klinikum Lüdenscheid.

LÜDENSCHEID – „Wenn der Darmkrebs wiederkommt – Verzweifeln, Aufgeben oder Handeln?“ Dies ist das Thema des nächsten Arzt-Patienten-Seminars der Märkischen Kliniken und der AOK. Interessierte sind eingeladen für Samstag von 10 bis 12 Uhr ins Seminarzentrum Hellersen (Haus 7).

In einer Pressemitteilung des Klinikums heißt es: „Ein Horrorszenario: Operation, Bestrahlung, Chemotherapie sind durchlitten und Jahre später wird im Rahmen einer Kontrolluntersuchung ein Rückfall (=Rezidiv), ein erneutes Tumorwachstum, festgestellt. Noch einmal die ganze Behandlungsmaschinerie oder ist sowieso alles verloren? Es ist nur zu gut verständlich, dass Patienten in einer solchen Situation verzweifelt sind, nichts ist schlimmer als die enttäuschte Hoffnung auf Heilung.“ Zunächst einmal sei also persönliche Zuwendung, psychische Stabilisierung und sachliche Information über bestehende Behandlungsmöglichkeiten gefragt.

Weiter heißt es: „Die gute Nachricht: Die Möglichkeiten, auch einen Rückfall einer Darmkrebserkrankung zu behandeln, haben sich vervielfacht.“ Während man vor zehn Jahren ein Darmkrebsrezidiv nicht oder nur selten noch einmal operativ bekämpft habe, sei dies heute möglich. Die Chirurgie von Leberabsiedelungen gehöre standardmäßig zum Repertoire einer großen visceral- chirurgischen Klinik, so auch im Klinikum Lüdenscheid. Selbst eine Tumoraussaat im gesamten Bauchfell könne unter Umständen operativ sinnvoll angegangen werden. Ebenso seien die Möglichkeiten der Chemotherapie und Bestrahlung differenzierter geworden. Verschiedene biologische Stadien des Tumorwachstums seien inzwischen angreifbar.

Ziel der Veranstaltung ist es laut Klinikum, die Öffentlichkeit über Behandlungswege, alle Aspekte der therapeutischen Palette sowie über verbesserte und intensivierte operative Methoden zu informieren.

Ärzte unterschiedlicher Fachdisziplinen aus dem Klinikum werden referieren: Prof. Dr. Gerhard Heil (Klinikdirektor der Klinik für Onkologie und Hämatologie), Kathrin Güngör (Oberärztin der Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie, Zentrum für endokrine-, onkologische- und minimal-invasive Chirurgie), Prof. Dr. Christopher Kelm (Direktor der Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie, Zentrum für endokrine-, onkologische- und minimal-invasive Chirurgie), Dr. Dieter Schnalke (Direktor der Klinik für Strahlentherapie) und Dr. Thorsten Skodra (Anästhesist, Leiter der Klinik für Palliativmedizin).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare