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Patient an Bord: Bekiffter Fahrer wirft Joints aus Krankentransporter

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Von: Jan Schmitz

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Das war kein guter Tag für einen Fahrer eines Krankentransports. Als die Polizei ihn in Lüdenscheid anhalten wollte, flogen Joints aus dem Fenster.

Die Polizei wurde auf den ungewöhnlichen Krankentransport durch einen Verkehrsverstoß aufmerksam. Der Verkehrsdienst führte am Mittwoch (27. Juli) an der Kreuzung Nottebohmstraße/Kalver Straße in der Nähe der Lüdenscheider Krankenhäuser eine allgemeine Verkehrskontrolle durch. An dem dortigen Stopp-Schild waren in der Vergangenheit schon häufiger Verkehrsteilnehmer beobachtet worden, die ihr Fahrzeug nicht vollständig abbremsen, bevor sie in die Kreuzung einfahren. So auch am Mittwochmorgen.

Unter den Verkehrssündern befand sich der Fahrer eines privaten Krankentransportdienstes, der um 7.15 Uhr mit einem Patienten an Bord das Stopp-Schild überfuhr. Die Polizeibeamten forderten den Mann durch unmissverständliche Zeichen zum Anhalten auf und beobachteten dabei, wie der Fahrer mehrere lange Zigaretten - im Polizeibericht ist von sechseinhalb Joints die Rede - aus dem Fenster warf.

Die Hanf-Pflanze (Symbolfoto)
Eine Hanf-Pflanze (Symbolfoto) © dpa

Nun war die Neugier der eingesetzten Polizisten geweckt. Sie schauten genau hin und hatten aufgrund geröteter Augen, der augenscheinlichen Nervosität und des glasigen Blickes schnell den Verdacht, dass der Krankentransport-Fahrer vor oder während der Fahrt möglicherweise Drogen konsumiert hatte. Ein Vortest verlief positiv auf THC, den Wirkstoff von Cannabis. Weiteres Indiz: In seinem Rucksack auf dem Beifahrersitz fanden sich zudem fertig gedrehte Joints, wie Polizeisprecher Lorenz Schlotmann auf Anfrage mitteilte.

Zur Entnahme einer Blutprobe musste der bekiffte Krankentransportfahrer mit auf die Wache. Er erhielt Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen des Überfahrens des Stopp-Schildes und wegen des Fahrens unter Einfluss von Betäubungsmitteln sowie außerdem eine Strafanzeige wegen des Besitzes von Betäubungsmitteln.

Seine Krankenfahrt durfte er nicht fortsetzen. Was aus dem Patienten geworden ist, ist laut Polizeisprecher Lorenz Schlotmann im Einsatzprotokoll nicht vermerkt. Er gehe aber davon aus, dass die Krankenfahrt durch einen anderen Mitarbeiter des Unternehmens fortgesetzt worden ist.

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