Parkplätze fallen weg: Vier neue Tankstellen in Lüdenscheid - für Strom

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Die neuen Ladesäulen im Stadtbild fallen auf - hier an der Kerksigstraße.

Lüdenscheid - Sichtlich leichter wird es nun, eine Ladesäule fürs E-Mobil im Stadtgebiet zu finden. Denn die Stadtwerke haben, wie angekündigt, aufgerüstet und die Zahl der Ladesäulen „auf einen Schlag verdoppelt“, wie Stadtwerke-Sprecher Andreas Köster betont.

An vier neuen Standorten können je zwei E-Fahrzeuge gleichzeitig auftanken. Zusammen mit den bereits vorhandenen Ladepunkten der Stadtwerke könnten nun 16 Fahrzeuge gleichzeitig Strom tanken: „Damit liegt Lüdenscheid in der Dichte des Ladenetzes ganz weit vorne in der Region.“

 Auch die Stadt Lüdenscheid, die bei der Auswahl der Standorte und im Genehmigungsverfahren eng mit den Stadtwerken zusammengearbeitet habe, sei erfreut über den deutlichen Zuwachs. „Der Ausbau der Ladeinfrastruktur ist eine der wichtigsten Stellschrauben für einen behutsamen und zielgerichteten Ausbau der Elektromobilität in Lüdenscheid“, sagte Klimaschutzbeauftragter Marcus Müller bei einem Treffen mit Hans-Jürgen Badziura (Fachdienstleiter Umweltschutz und Freiraum der Stadt) und Andreas Sippel vom Team Elektromobilität SWL am Standort Frankenstraße.

 Zudem kündigte er an, die Stadt wolle noch in diesem Jahr ein E-Mobilitätskonzept erstellen. Das beziehe die Erfordernisse des Radverkehrs mit ein.

 Der Aufbau der neuen Ladesäulen wirft aber auch einige Fragen auf. Denn sie stehen jeweils zwischen vorhandenen Parkplätzen. Am Standort Grabenstraße beispielsweise ist der vordere Lade-Platz bislang ein ausgewiesener Behindertenparkplatz – der fällt an dieser Stelle künftig weg. „Wir sind dabei, eine Lösung zu finden“, sagte dazu Nina Niggemann-Schulte vom Fachdienst Verkehrsplanung und -lenkung.

 Ohnehin sei der Behindertenparkplatz an der Stelle „suboptimal“ gewesen, da er eigentlich nicht die erforderliche Breite gehabt habe. Nun wolle man „im nahen Umfeld“ für Ersatz sorgen und kurzfristig entsprechend beschildern. Das Thema Behindertenparkplätze sei aber auch Teil des IHK Altstadt. Daher werde es auf längere Sicht ohnehin ein optimiertes Konzept geben, kündigte sie an.

 An den Standorten werden nun noch Hinweisschilder angebracht, die ein Parken nur für E-Autos zum Tanken kenntlich machen. Auch entsprechende Markierungen auf den Parkflächen könnten dazukommen. „Normalparker“ müssen sich also einen anderen Parkplatz suchen. Einen Parkschein müssen E-Mobil-Fahrer während des Tankvorgangs nicht ziehen. Generell dürften sie bis zu drei Stunden kostenfrei zum Tanken dort stehen.

 Darüber hinaus teilen die Stadtwerke mit: „Um sowohl in Lüdenscheid als auch extern problemlos und komfortabel tanken zu können, empfehlen die Stadtwerke Lüdenscheid den Erwerb der „Drive-Card“ für 1,99 Euro pro Monat. Das Unternehmen ist Mitglied bei „Ladenetz.de“ – einem der größten Partnernetzwerke zum Thema Ladeinfrastruktur.

 Über ihre Ladekarten erhalten Kunden der Stadtwerke Lüdenscheid somit zusätzlich Zugang zu rund 2 200 öffentlichen Ladepunkten in Deutschland und über 10 000 E-Tankstellen europaweit. Eine Übersicht über alle Ladepunkte findet sich unter http://maps.ladenetz.de.

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