Parkpalette Corneliusstraße: Abbruch beginnt am 4. Juli

Noch steht die alte Parkpalette, doch die ersten Baucontainer sind bereits angeliefert.

LÜDENSCHEID - Aller Voraussicht nach am Montag, 4. Juli, erhält Lüdenscheid seine nächste Großbaustelle: Dann sollen mit der Baustelleneinrichtung die Vorarbeiten für den Abriss der Parkpalette Corneliusstraße beginnen. Wie Werner Heimel, Bauleiter des Netphener Generalunternehmers Günther, weiter erklärte, sind für den Abriss des Gebäudes gut acht Wochen vorgesehen. Somit würde im September der Neubau begonnen.

Bereits ab Montag sollen die Mitglieder des Vereins Altstadtparken ihre Plätze nicht mehr nutzen. Das Oberdeck kann vorläufig noch beparkt werden, es kostet dann auch nichts mehr, weil das Lüdenscheider Stadtmarketing die Parkscheinautomaten abgebaut hat. In der Abbruch- und Bauphase ab 4. Juli wird laut Peter Welter von der Zentralen Gebäudewirtschaft der Stadt auf der Hermannstraße von der Kerksigstraße bis zur Baustelleneinfahrt ein absolutes Halteverbot zwischen 7 und 17 Uhr gelten. Die Ausschilderung werde vorschriftsgemäß drei Tage vorher erfolgen.

Laut Werner Heimel sind die Halteverbote notwendig, weil für den Abriss wie für den Neubau schweres Gerät auf 36-Tonnern herangebracht werden muss: Abbruchbagger und Brecher zum Zerkleinern des Stahlbetons zählen ebenso dazu wie später die riesigen Fertigteile, aus denen dann die neue, überdachte Parkpalette zusammengesetzt wird.

Die Corneliusstraße ist auch für den erfahrenen Bauleiter aus dem Siegerland eine Herausforderung, weil die Stützwand zur Wohnbebauung hin stehen bleiben muss. „Das rechnet der Statiker gerade aus“, sagte Werner Heimer. Allein das Abfangen und Sichern der Stützmauer werde laut Bauzeitenplan die Hälfte der gesamten Abbruchphase in Anspruch nehmen. Wie berichtet, wird die Mauer später auch vom Gewicht des neuen Parkhauses gehalten, das deshalb aus Stahlbeton und nicht nur aus Stahl errichtet werden muss.

Abriss und Neubau kosten zwei Millionen Euro. Die neue Parkpalette wird aus Kostengründen ein Standardbau, der auf drei Decks etwa 140 Stellplätze bietet. Für die Anwohner soll es nach den Worten des Lüdenscheider Architekten Rüdiger Wilde eine eigene Zuwegung geben. Die war zum einen die Voraussetzung für die Dachkonstruktion, zudem sollen die Anlieger wegen des Wegerechts nicht mehr unmittelbar vom Oberdeck auf ihre Grundstücke fahren können.

Fertig sein soll der Neubau laut Wilde bis zum Jahresende. So lange werden Anlieger einiges an Baulärm erdulden müssen, dafür erhalten sie künftig überdachte Parkplätze. Zu welchem Preis sie ihre Autos dann dort abstellen können, steht bisher noch nicht fest.

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