Parkpalette: Bauarbeiten an Corneliusstraße in Verzug

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Nur Vorbereitungsarbeiten: Der eigentliche Abriss der Parkpalette hat längst noch nicht begonnen. ▪

LÜDENSCHEID ▪ Bei den Abbrucharbeiten an der Parkpalette Corneliusstraße ist es zu Verzögerungen gekommen. Der für den Herbst dieses Jahres anvisierte Termin für die Übergabe des fertigen Bauwerks an die Stadt lässt sich nach LN-Informationen kaum noch halten. Seit Anfang des Monats ist die Firma Günther mit kleinen Vorbereitungsarbeiten beschäftigt, bestätigte gestern Bauleiter Werner Heimel.

Zwar liegt nach Angaben von Stadtpressesprecherin Giuseppina Giordano eine behördliche Abbruchgenehmigung vor. „Aber es fehlt der statische Nachweis für die Stützmauer neben den Wohnhäusern.“ Die nämlich muss bekanntlich stehenbleiben, wird an mehreren Stellen durchlöchert und mit Stützen stabilisiert.

Wie aus dem Rathaus zu erfahren war, mangelt es in der Abteilung Bauordnung offenbar an Personal. Der zuständige Sachbearbeiter habe es nicht geschafft, die Angelegenheit zeitnah zu bearbeiten und sei stattdessen für zwei Wochen in Urlaub gefahren, hieß es gestern. Kollegen des Urlaubers hätten sich geweigert, die Aufgabe zu übernehmen.

Architekt Peter Welter, Abteilungsleiter in der Zentralen Gebäudewirtschaft der Stadt, sagte im LN-Gespräch: „Das Problem ist erkannt, nächste Woche geht’s weiter.“ Die Situation habe für eine Woche Verzug gesorgt, „aber die dürfte aufzuholen sein“.

Gestern Morgen hat es, wie weiter zu erfahren war, ein Gespräch zwischen der Chefin der Bauordnung im Rathaus, Martina Edelhoff, und einem der Geschäftsführer der Netphener Baufirma Günther gegeben. Im Raume stand demnach unter anderem die Erstattung einer Behinderungsanzeige gegen die Behörde. Darauf habe Martina Edelhoff die Angelegenheit zur Chefsache erklärt und wolle sie nun selbst bearbeiten, um das Genehmigungsverfahren zu beschleunigen.

Vom zuständigen Lüdenscheider Architekten Rüdiger Wilde war keine Stellungnahme zu erhalten.

Olaf Moos

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