Parkhaus-Test Teil 2: An den Museen

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Einsteigen für Akrobaten: Eng an eng stehen hier die Autos – die Pfeiler nehmen Platz und Komfort.

LÜDENSCHEID - Im zweiten Teil unserer Parkhaus-Serie nehmen wir das Parkhaus an den Museen der Stadt Lüdenscheid unter die Lupe. Nach zwei Seiten hin offen und somit, was die Atemluft angeht, völlig unproblematisch präsentiert sich das Parkhaus tagsüber einigermaßen freundlich, hell und vor allem grün.

Sträucher und Efeuranken haben sich an einer der beiden Längsseiten den Weg ins Innere gesucht. Unrat in Form von Dreck und Abfällen sucht der Besucher vergeblich. Hier herrscht Ordnung – das Parkhaus ist sauber und gepflegt. Nur wer genau hinsieht, bemerkt – wahrscheinlich erst am Abend – das defekte Deckenlicht im hinteren Teil des Parkhauses.

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Ob sich weibliche Parkgäste dadurch weniger sicher fühlen können? Das erscheint uns bei unserem Test wahrscheinlich. Vielleicht beschleicht die eine oder andere Parkende auch ein mulmiges Gefühl ob der Lage in einem ruhigen Wohngebiet. Irgendwie etwas ab vom Schuss und einsam wirkt das Parkhaus dann – und auch ein wenig zu dunkel. Was tagsüber und vor allem an heißen Sommertagen einen schönen kühlen Wagen garantiert, sorgt an langen Winterabenden für ein Frösteln ganz anderer Art. Die rund ein Dutzend Deckenleuchten spenden nicht genug Licht, um ein sicheres Parkambiente aufkommen zu lassen.

Ein ganz anderes Problem hat der Autofahrer allerdings zu jeder Uhrzeit: die Enge. Die Parkbuchten, die mit knapp mehr als 2,30 Metern den formellen Anforderungen genügen, sind jeweils im Zweierpack angeordnet – links und rechts von einem dicken Pfeiler begrenzt. Da wird das Einparken zu einer Übung in Fingerspitzengefühl und Geduld. Spuren an den Pfeilern zeigen: Hier haben Lack und Außenspiegel viele Spuren hinterlassen. Ein breiter und dennoch winziger Trost für die Parkenden sind die großzügig bemessene Ein- und Ausfahrt und der große Mittelweg des Parkhauses. Das Rangieren in und aus den Parkbuchten macht dennoch keinen Spaß.

Die Noten:

Preis-Leistungs-Verhältnis: Wenig Plätze, komische Tarife, seltsamer Ort.

Komfort: Eng, enger, Parkbuchten im Museums-Parkhaus.

Sicherheitsgefühl: Als Krimischauplatz bestens geeignet.

Sauberkeit und Zustand: Der bestrickende Charme des schleichenden Niedergangs.

Luft: Atmen funktioniert – wenigstens das!

Ob die Tarife das wettmachen können? Drückt man die sogenannte Brötchentastenkombination, kann man 15 Minuten lang umsonst parken – aber was kann man in dieser sehr begrenzten Zeit in dieser Gegend erledigen? Ein Museumsbesuch ist unwahrscheinlich, ein Gang zum Arzt oder zur Physiotherapeut ebenfalls. Und für einen kurzen Gang Richtung Innenstadt und einen anschließenden Einkauf reicht die freie Viertelstunde auch nicht aus.

Serie: Parkhäuser im Test

Ansonsten liegt die pauschale Parkgebühr bei 25 Cent für jede Viertelstunde. Da das Parkhaus an den Museen auf das Parkscheinsystem setzt, muss der Besucher schon vorher wissen, wie lange er sein Auto abstellen möchte – manchmal ein großes Manko und ein Minuspunkt für das Parkhaus. Aber: Die mit 1,50 Euro günstige Abendpauschale ist ein Schnäppchen.

Von 17.45 bis 24 Uhr kann man für diesen Tarif parken. Noch einmal aber: Es ist bei nur 13 Parkplätzen und zwei Behindertenstellplätzen eher unwahrscheinlich, zu Stoßzeiten eine freie Bucht zu ergattern. Und außerdem bietet das Parkhaus am Kulturhaus die selben Konditionen bei deutlich mehr Stellplätzen. - Von Maike Förster

Die Lage, die Preise

Das Parkhaus an den Museen der Stadt findet sich an der Freiherr-vom-Stein-Straße. 18 Parkplätze, davon 13 normale, zwei Behindertenparkplätze und drei Privatparkplätze gibt es dort. Das Parkhaus ist täglich von 7 bis 24 Uhr geöffnet. Beim Parkscheinsystem liegt die Mindestparkzeit bei 15 Minuten für 25 Cent. Die Parkhöchstdauer liegt tagsüber bis 17.45 Uhr bei vier Stunden. In der Zeit von 17.45 bis 24 Uhr gilt der bei 1,50 Euro rangierende Abendtarif.

Umsonst parkt man, wenn man die Brötchentastenkombination drückt – allerdings nur für die Dauer von 15 Minuten. Auch Dauerparker können sich einen Stellpatz im Parkhaus an den Museen der Stadt sichern. Für eine monatliche Gebühr in Höhe von 55 Euro kann man von montags bis inklusive samstags jeweils in der Zeit von 7 bis 24 Uhr seinen Wagen abstellen.

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