Parkhaus-Test Teil 7: Sparkassen-Parkhaus

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Wenn es eine Hose wäre, hätte das Parkhaus der Sparkasse die Konfektionsgröße Null. Dafür bietet es mehr Säulen als die berühmte Akropolis in Athen.

LÜDENSCHEID - In unserer Serie testen wir die 13 hiesigen Parkhäuser. Teil 7 dreht sich um das Sparkassen-Parkhaus an der Jockuschstraße.

Enger ging es wohl wirklich nicht mehr. Wäre das Sparkassen-Parkhaus eine Hose, hätte es die Konfektionsgröße Null. In so etwas passen nur Minis und Smarts.

Schon an der Einfahrt der Tiefgarage fragen wir uns, ob es sich bei dem Parkhaus an der Jockuschstraße nicht doch um einen Geschicklichkeitsparcours handelt. Parken macht hier keinen Spaß – zumindest dann nicht, wenn man Herzrasen unangenehm und Lackschäden ärgerlich findet.

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Selbst altgediente Autofahrer mit langjähriger Parkhaus- und Tiefgaragen-Erfahrung kommen hier ins Schwitzen. In einem Zug schaffen es die wenigsten Fahrer, die Kurven zu den Auffahrten zu meistern. Wer Herausforderungen liebt, sollte einmal zur Hauptstoßzeit mit einem Kombi im Sparkassen-Parkhaus unterwegs sein. Wer es ohne Kratzer und Beule bis zum Ausgang schafft, wird zum Ärgernis für andere, wenn er an der Schranke erst mal nach dem Ticket kramen muss. Wer nämlich in der Schlange am Hang stehen darf – natürlich mit angezogener Handbremse –, fühlt sich zurückversetzt in alte Fahrschulzeiten: „Anfahren am Berg“ – oh, bitte nicht!

Was können wir noch über das Parkhaus der Sparkasse sagen? Die Buchten sind eng und für ausgewachsene Autos zu kurz. Wer ausparkt, muss kurbeln – wer keine Servolenkung hat, kurbelt auch morgen noch. Rangiermanöver gehören hier überall zum Standardprogramm. Und die Lackspuren an den großen roten Pfeilern zeigen, wie viele Fahrer es nicht geschafft haben, ohne „Feindberührung“ aus der Parkbucht zu kommen.

Die Noten:

Preis-Leistungs-Verhältnis: Kommt darauf an, welchem Geldinstitut die eigene Gunst gilt.

Komfort: Wer es drei Nummern zu klein mag, kann sich hier wohlfühlen.

Sicherheitsgefühl: Big Parkhaus-Überwachung is watching you!

Sauberkeit und Zustand: Wir haben schon Schlimmeres gesehen.

Luft: Sauerstoff? Hier doch nicht!

Dafür ist es wenigstens einigermaßen sauber – und für eine Tiefgarage relativ hell. Der Boden hat keine Schlaglöcher, von der Decke bröckelt kein Putz. Und es gibt genug Frauenparkplätze – wenn nicht zu viele zum Parken hierher kommen. Mit seinen 127 Stellplätzen hat das Parkhaus der Sparkasse eine begrenzte Kapazität. Und eigentlich ist es hier immer voll. Zu voll. Denn viele Autos nehmen viel Platz ein – womit wir wieder bei der Enge wären. Die sorgt wohl auch für die schlechte Luft, die sich kaum atmen lässt.

Schauen wir jetzt auf die Sicherheit. Defekte Deckenlampen gibt es einige. Dafür ist das Treppenhaus hell und sauber. Am Tag unseres Tests ist der Aufzug außer Betrieb – aber das wird wohl nicht der Regelfall sein. Dennoch: Frauen können sich hier einigermaßen sicher fühlen. Schließlich gibt es die Parkhaus-Überwachung – ein echter Bonus!

Und nun noch zu den Preisen. Grundsätzlich braucht man eine Bankkarte, um hier parken zu dürfen – ohne sie geht gar nichts. Und am günstigsten kommen die Besitzer einer Sparkassen-Card der Sparkasse Lüdenscheid davon. Hat man eine Sparkassen-Card einer anderen Sparkasse, wird es schon ein wenig teurer. Die Preise ziehen für Besitzer einer Bankkarte anderer Bankinstitute richtig an.

Der Vorteil: Man muss nie nach Kleingeld suchen – denn Bezahlen funktioniert hier bargeldlos. Wer seine Geldkarte nicht geladen hat, wird einfach per Lastschriftverfahren um die Parkgebühr erleichtert. - Von Maike Förster

Die Lage, die Preise

Das Sparkassen-Parkhaus findet sich an der Jockuschstraße und hat 127 Stellplätze. Das Parkhaus ist außer sonntags täglich geöffnet – montags bis freitags in der Zeit von 7 bis 20.30 Uhr, samstags von 7 bis 18.30 Uhr. Die Preisgestaltung im Sparkassen-Parkhaus ist derart vielschichtig, dass sie besser dem unten stehenden Foto zu entnehmen ist.

Serie: Parkhäuser im Test

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