Stadt hält Plätze für Mitarbeiter frei

Kulturhaus: Parkflächen bleiben gesperrt

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Diese Stellflächen am Bühneneingang des Kulturhauses werden für Mitarbeiter freigehalten.

Lüdenscheid - Gut drei Monate hat‘s gedauert, aber nun gibt es Klarheit, was die acht gesperrten Parkplätze auf dem Gelände des Kulturhauses angeht. Und noch mehr: Wo überall Stellflächen für städtische Mitarbeiter vorgehalten werden und ob die etwas dafür bezahlen, erklärte die Verwaltung in dieser Woche schriftlich.

Hintergrund war eine Anfrage des Grünen-Fraktionschefs Otto Bodenheimer, der sich bereits Mitte September um die Angelegenheit bemüht hatte. Hinsichtlich der zentralen Lage wären die Parkflächen für Besucher des Kulturhauses oder der Innenstadt sicher attraktiv. 

Die Frage sei also: Warum sind sie den Mitarbeitern der Kulturbetriebe vorbehalten? Bezahlen sie für die Nutzung, warum ist der dortige Parkscheinautomat verdeckt und wer hat das alles überhaupt entschieden? 

Im Rat der Stadt gab es die Antwort: Die Parkplätze an der Rampe dienten Anlieferungen, etwa für das Bühnenbild oder Instrumente, und neben dem Glascontainer handle es sich um einen Busparkplatz zur Anfahrt von Künstlern. Die weiteren Plätze nutzen der Technische Leiter, der auch im Notfall schnell vor Ort sein muss, und die Kulturhausleiterin. Zwei weitere Parkplätze werden zwischen den 16 Mitarbeitern geteilt und fünf seien als Dauerparkplatz für Mitarbeiter des Kulturmanagements gekennzeichnet worden, die im Außendienst tätig sind.

Ursprünglich sei auch das Parkhaus genutzt worden – alle Stellflächen auf den Platz am Bühneneingang zu verlagern, sei aber besser, denn: Der Parkscheinautomat sei unrentabel gewesen und nun wieder Flächen im Parkhaus für Besucher frei. Entschieden hätten darüber bereits Ende 2016 die entsprechenden Fachbereichsleiter; den Bedarf an Parkplätzen habe die ZGW (Zentrale Gebäudewirtschaft) bestätigt. Neben dem Rathausparkhaus (20 Plätze) und dem Musikschulinnenhof (35 Plätze) werden städtischen Mitarbeitern jedoch keine weiteren Parkplätze mehr bereitgestellt, teilte die Verwaltung mit.

Eine Gebühr müssen sie für die Stellflächen übrigens nicht entrichten. Hintergrund sei, dass die nach Landesreisekostengesetz vorgesehene Kilometerpauschale in Höhe von 30 Cent nicht kostendeckend ist und die Mitarbeiter ihre privaten Fahrzeuge nutzen. Dienstfahrzeuge bereitzustellen wäre erheblich teurer.

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