Pariser Bilder der Malerin Ida Gerhardi zu sehen

Die Städtische Galerie bereitet eine Ausstellung rund um die Pariser Zeit Ida Gerhardis vor.

LÜDENSCHEID - „Für uns ist das der Höhepunkt des Jahres 2012. Wir ehren eine große Künstlerin und gratulieren zum 150. Geburtstag.“ Hilke Gesine Möller, Leiterin der Städtischen Galerie, gewährte gestern gemeinsam mit der Kunsthistorikerin Dr. Susanne Conzen erste Einblicke in die Arbeit rund um die Ausstellung „Deutsche Künstlerinnen in Paris um 1900 – Ida Gerhardi“. Die ersten Exponate sind inzwischen in der Galerie an der Sauerfelder Straße eingetroffen.

„Ida Gerhardi ist im kollektiven Gedächtnis der Menschen hier die stadtbekannteste Lüdenscheiderin. Vieles ist seit langen Jahren im Privatbesitz. Wir wollen Ida Gerhardi nicht wiederentdecken, sondern neu entdecken. Darin liegt der Charme dieser Ausstellung“, ist auch der Leiter der Städtischen Museen, Dr. Eckhart Trox, gespannt auf das, was ab dem 24. März zu sehen ist. An die 120 Exponate werden derzeit zusammengetragen. Sie stammen von Leihgebern aus Deutschland, Frankreich, England, der Schweiz und aus Italien.

Die Ausstellung zeigt erstmals die während der Pariser Zeit entstandenen Arbeiten und stellt sie Werken von ebenfalls in Paris wohnenden Künstlerinnen wie Käthe Kollwitz oder Paula Modersohn-Becker gegenüber. Allein 15 Bilder aus der typischen Pariser Tanzszene sowie ein in den späten Jahren in Lüdenscheid entstandenes Selbstporträt sind zu sehen. „Die Tanzbilder sind ein beispielhaftes Dokument der Sozialgeschichte deutscher Künstlerinnen in Paris um 1900“, so Dr. Susanne Conzen, Kuratorin der Ausstellung.

Nach und nach werden nun die Gemälde aus den zahlreichen Privatsammlungen und aus den Museen der Bundesrepublik in Lüdenscheid erwartet. Überwiegend handelt es sich um Ölgemälde. Einhergehend mit der Ausstellung wird ein Katalog aufgelegt. Außerdem erscheint eine Neuauflage der Korrespondenz Ida Gerhardis. Dr. Annegret Rittmann hat in Zusammenarbeit mit dem LWL eine Briefserie neu aufgelegt, in der Gerhardi ihrem Freund Karl-Ernst Osthaus ihr schwieriges Leben schildert. - rudi

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