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Müllentsorgung im Wohngebiet im MK: Papiercontainer werden abgebaut

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Von: Jutta Rudewig

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Wertstoff Sammelstelle in den Buchen Lüdenscheid
Sauber, ordentlich und abschreckend für illegale Müllentsorger: die neuen Sammelstellen. © Sven Priillwitz

Die Tage der vermüllten Wertstoffsammelstellen sind gezählt. In den vergangenen Wochen hat der Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb Lüdenscheid (STL) die Haushalte am Dickenberg und in der Rathmecke mit Papierbehältern ausgestattet.

Lüdenscheid - Die Auslieferung der 1100-Liter-Behälter für Mehrfamilienhäuser und 240-Liter-Behälter für alle anderen Wohnhäuser ist nun abgeschlossen, teilt die Stadt mit. In der Folge werden die Papierbehälter an den Wertstoffsammelstellen in beiden Stadtteilen in den kommenden Tagen abgeholt.

An den Standorten „Fontanestraße Buswendeplatz“, „Rathmecker Weg/Zufahrt Krummenscheider Weg“ und „Schulstraße Wendehammer“ laufen zudem die Bauarbeiten zur Installation von Unterflurbehältern für die Altglasentsorgung. Die Gruben sind ausgehoben, die Lieferung der Behälter sei für Mittwoch angekündigt. Die in der Regel zerschrammten, verbeulten und beschmierten Behälter für Papier, Altglas und gebrauchte Kleidung verschwinden. Die Altglas-Container haben ein Fassungsvermögen von je drei Kubikmetern und liegen komplett unter der Erde.

Oberirdisch bleiben an jeder Station nur noch zwei Einwurfsäulen in Edelstahl-Optik auf einer frisch gepflasterten und eingezäunten Fläche übrig. Auch während der Bauarbeiten können Anwohner an den Standorten aber noch Altglas in den oberirdischen Behälter entsorgen. Die Entleerung der Container übernehmen mit einer Krananlage ausgestattete Sammelfahrzeuge. Die Kosten für die Modernisierung der drei Sammelstellen belaufen sich auf rund 75 000 Euro.

Sammelstelle Wertstoff Worth
Die Wertstoff-Sammelstellen sind selten eine Augenweide. Das soll sich jetzt ändern. © Cedric Nougrigat

Die Umstellung auf eine haushaltsnahe Altpapiererfassung und die Installation von unterirdischen Glasbehältern verfolge das Ziel einer besseren Wertstofferfassung und einer optischen Aufwertung der Stadtteile. Mit dem Umbau setzt der Entsorgungsbetrieb das vom Rat abgesegnete Konzept für mehr Sauberkeit und eine optische Aufwertung der Stadtteile in der Praxis weiter fort. Die Erfahrungen am Bierbaum und am Piepersloh, wo die unterirdischen Altglas-Container seit rund einem Jahr im Einsatz sind, sind laut STL bislang ausschließlich positiv.„Die Entsorgung von Altglas verursacht hier weniger Lärm. Außerdem haben wir weniger Geruchsbildung an den Sammelstellen, und der Befall durch Schädlinge lässt sich ebenfalls besser vermeiden“, sagt der stellvertretende STL-Werkleiter Andreas Fritz.

Ein weiterer entscheidender Vorteil: Die minimalistische und moderne Optik schrecke diejenigen ab, die die klassischen Wertstoffsammelstellen als illegale Abladeplätze für Müll missbrauchen.

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