"Fabrikskenkonzert" mit Anziehungskraft

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Voll war's im Autohaus Wigger, als der MGV Othlinghausen zum 17. Mal zum Fabrikskenkonzert einlud.

Lüdenscheid - „Man kann sagen, er lebt den Verein und ist immer vorneweg. Manfred, für 60 Jahre Treue danken wir Dir.“ Michael Baumann, Vorsitzender des MGV Othlinhausen, nutzteSonntagvormittag die Gelegenheit, im Autohaus Wigger quasi vor „versammelter Mannschaft“ ehrliche Worte des Dankes auszusprechen.

Dorthin hatte der Gesangverein zum inzwischen 17. Fabrikskenkonzert eingeladen. Ausgezeichnet wurden Manfred Anders als aktiver Sänger, Christian Schmid (25 Jahre) und in Abwesenheit Gerhard Bräcker als förderndes Mitglied für 40 Jahre Treue. Schon weit vor elf Uhr hatten sich zahllose Gäste aufgemacht, um bei Wigger ein paar Stunden der Geselligkeit und des Chorgesangs zu verbringen. Neben dem Gastgeber standen in diesem Jahr Ton-Art und zum ersten Mal die Mädels de LüKcs sowie der Medarduschor auf dem sonntäglichen Programm.

Der MGV Othlinghausen eröffnen den Liederreigen mit einem ukrainischen Volkslied - „aber wir wollen heute nicht das Leid der Ukraine besingen, sondern in die russische Seele abtauchen“, moderierte Baumann, bevor er neben Bürgermeister Dieter Dzewas auch Jörg Skorupa als Vorsitzenden des Stadtverbandes Lüdenscheider Gesangsvereine sowie den Geschäftsführer des Sängerkreises, Rolf Arens, und später auch den Vorsitzenden des Sängerkreises, Torsten Potthoff, begrüßte. Der gemischte Chor Ton-Art übernahm anschließend das musikalische Zepter und wagte mit einem Traditional aus dem Tessin die Prognose „Der Winter ist vorbei“.

Der vielleicht kleinste Meisterchor in Nordrhein-Westfalen kam wie immer unspektakulär: Die Mädels de LüKcs, aus dem Lüdenscheider Kinderchor entwachsen. Fünf Lieder hatten sie mitgebracht, darunter auch jenes, was man schon fast als traditionelles Abschlusslied der Darbietungen einstufen kann und das immer wieder für ein Lächeln auf den Gesichtern im Publikum sorgt: das 1999 von den Wise Guys aufgelegte „Nein, nein, nein“.

Nebenher gab’s mit Peter Schillings „Major Tom“, „Don’t worry, be happy“ und „Sweet Dreams“ von den Eurythmics beste Werbung für den Chorgesang. Einmal mehr bewiesen die Mädels um Frontfrau Anja Nölke, dass auch die „Jeans-und-Turnschuh“-Generation zu singen vermag, auch wenn die meist englischsprachigen Titel nicht bei allen Gästen auf ungeteilte Zustimmung stießen. Die Mädels kamen nicht ohne Zugabe in Form von „Penny Lane“ von der Bühne.

Was folgte, war eine längere Pause, in der sich das Publikum mit Getränken, Bratwurst und Kuchen versorgen konnte, vor allem aber den Gesprächsbedarf nachholte, zollten die vielen Gäste doch den Vortragenden durch aufmerksame Stille während der Lieder respektvoll Tribut.

Mit der gesungenen Premiere von „Marena“ eröffnete der MGV Othlinghausen den zweiten Teil, bevor Michael Baumann Urkunden und einen guten Tropfen an die langjährigen Mitglieder verteilte. Ton-Art und der Medarduschor, beide unter der versierten Leitung von Maidi Langebartels, standen zum Abschluss eines notenreichen Sonntagvormittags auf dem Programm, der auch in seiner 17. Auflage nichts von seiner Anziehungskraft verloren hat. - rudi

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