Otfried-Preußler-Schüler verabschieden Schulleiter Volker Hebeler (63)

Trockenschwimmen zu Ehren des scheidenden Otfried-Preußler-Schulleiters Volker Hebeler gehörte zum Abschiedsprogramm.

Lüdenscheid - Puschen an den Füßen, ein Schultütchen in der Hand, eine Rentnermütze auf dem Kopf und ein „Mein letzter Schultag“-Plakat im Rücken – die Zeichen standen auf Abschied. Den machten rund 200 Schüler und ihre Lehrer dem scheidenden Otfried-Preußler- Schulleiter Volker Hebeler nicht leicht.

Sie haben gesungen und gedichtet, gebastelt und getanzt, um dem 63-Jährigen ganz deutlich zu machen: „Lieber Herr Hebeler, wir werden dich vermissen.“ Nach 24 ½  Jahren ist Schulschluss für den beliebten Pädagogen. Der „eingeborene“ Lüdenscheider hat seine gesamte berufliche Laufbahn in und um Lüdenscheid herum verbracht. 1976/77 am Seminar, von 1977 bis 1989 an der Schule Schöneck, dann zwei Jahre Konrektor in Kierspe und seitdem in Gevelndorf – das sind die nüchternen Fakten einer Beamtenkarriere mit hoher Verantwortung. „Ich würd’s nochmal wieder so machen“, sagte er im Rückblick und bedankte sich auch beim Team: „Das Kollegium hier ist einfach nur gut.“ Sicher habe er einen großen Wandel im Laufe der Schulzeit miterlebt, „aber das geht ja überall so“.

Als gestern zum letzten Mal der Pausengong für ihn ertönte, war noch lange nicht Schluss, noch lange nicht alles gesagt und gesungen. „Endlich Rentner, ein Leben ohne jeden Zwang, und immer nur der Nase lang“ – die Nase schnuppert demnächst erst einmal Frühlingsluft auf Madeira. Mehr Zeit für Familie, Enkel, Garten, Reisen und den geliebten Sport von Badminton bis Turnen – diese Aussichten erleichterten den Abschied etwas. Zumal ein zweiter, der offizielle im Kollegenkreis, im Anschluss noch folgte. „Meine Reden habe ich vergessen“, gestand ein gerührter Neu-Pensionär.

- sum

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