Osterfeuer in Lüdenscheid - Erst wenden, dann brennen 

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Vor dem Anzünden muss das Brennmaterial für Osterfeuer umgeschichtet werden, damit Kleintiere rechtzeitig flüchten können.

Lüdenscheid - Auch Brauchtum braucht Regeln. Was es zu beachten gilt, bevor die Osterfeuer brennen dürfen, erklärt die Stadt hier:

Osterfeuer sind Brauchtumsfeuer, die bis zum 15. April schriftlich angezeigt werden müssen. Darauf weist die Stadt Lüdenscheid hin.

Bei Osterfeuern stehe weniger das schlichte Verbrennen pflanzlicher Abfälle im Vordergrund als vielmehr die Brauchtumspflege. Wesentliches Merkmal sei deshalb die Ausrichtung des Feuers durch eine in der Ortsgemeinschaft verankerte Glaubensgemeinschaft, Organisation oder einen Verein unter dem Gesichtspunkt der Brauchtumspflege. 

Das Osterfeuer müsse im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung für jedermann zugänglich sein.

Bei Osterfeuern dürfen laut Stadtverwaltung nur unbehandeltes Holz, Baum- und Strauchschnitt sowie sonstige Pflanzenreste verbrannt werden. Das Verbrennen von beschichtetem oder behandeltem Holz und sonstigen Abfällen (zum Beispiel Altreifen) ist verboten. Andere Stoffe, insbesondere Mineralöle, Mineralölprodukte oder andere Abfälle, dürfen weder zum Anzünden noch zur Unterhaltung des Feuers genutzt werden.

 Eine besondere Verpflichtung kommt auf die Aufsichtspersonen zu. Diese müssen während der gesamten Dauer des Feuers vor Ort und telefonisch erreichbar sein. Sie dürfen den Verbrennungsplatz erst dann verlassen, wenn das Feuer und die Glut erloschen sind.

Bei starkem Wind darf das Feuer nicht angezündet werden und muss bei aufkommendem starkem Wind unverzüglich gelöscht werden.

Osterfeuer, die schon Wochen vorher aufgeschichtet worden sind, müssen vor dem Anzünden umgeschichtet werden, um eventuell darin befindliche Tiere vor dem Verbrennen zu schützen. 

Für das Feuer müssen Vorkehrungen zur Gefahrenabwehr getroffen und folgende Mindestabstände eingehalten werden:  100 m von zum Aufenthalt von Menschen bestimmten Gebäuden, 50 m von sonstigen baulichen Anlagen, 50 m von öffentlichen Verkehrsflächen, 25 m von befestigten Wirtschaftswegen, 100 m von Hochspannungsleitungen, 100 m vom Waldrand.

Zur Anzeige des Brauchtumsfeuers werden folgende Angaben benötigt:  Name und Anschrift der verantwortlichen Person(en), Name, Anschrift, Alter und Telefonnummer der verantwortlichen Personen, die das Brauchtumsfeuer beaufsichtigen (mindestens eine Person ab 18 Jahren), Beschreibung des Ortes, an dem das Brauchtumsfeuer stattfinden soll, Entfernung des Brauchtumsfeuers zu baulichen Anlagen und zu öffentlichen Verkehrsanlagen, Höhe des zu verbrennenden, aufgeschichteten Pflanzenmaterials, getroffene Vorkehrungen zur Gefahrenabwehr.

Für die Anmeldung steht auf der Homepage der Stadt (www.luedenscheid.de) ein Vordruck bereit, heißt es in der Mitteilung weiter. Auf Anfrage könne aber auch ein Anzeigeformular per Post zugeschickt werden.

In Lüdenscheid steht dafür Frank Ruffer vom Fachdienst Recht, Öffentliche Sicherheit und Ordnung unter der Telefonnummer 0 23 51 / 17 13 04 zur Verfügung.

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