Orte des Gedenkens liegen vielen am Herzen

Mehrere Andachtstellen sind auf dem Waldfriedhof Loh eingerichtet, um der Verstorbenen zu gedenken.

LÜDENSCHEID ▪ Der Waldfriedhof Loh zeichnet sich gerade durch seine naturbelassenen Flächen auf. Deshalb sind darauf immer wieder kleine gelbe Tafeln zu finden, auf denen Grabstätten-Besitzer gebeten werden, sich mit der Stadt in Verbindung zu setzen, weil die Flächen mit einem Blumenstrauß, kleinen Engelfiguren oder Kerzen bestückt sind.

„Es ist natürlich verständlich, dass Angehörige oder Freunde eines Verstorbenen einen Ort des Gedenkens aufsuchen und dort zum Beispiel eine Kerze aufstellen und entzünden möchten. Aber es wird dabei schon einmal vergessen, dass es laut unserer Friedhofsatzung nicht gestattet ist. Wir weisen dann mit den Schildern darauf hin und die meisten sehen das nach einem kurzen Telefonat auch ein“, sagt Hans Kreinberg, beim Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb Lüdenscheid (STL) für den Waldfriedhof zuständig. Lasse man dies zu, so ufere das schnell aus. „Diese Erfahrungen machen auch andere Friedhöfe.“

Die klassischen Wahlgrabstätten werden immer weniger nachgefragt, die Zahl der Sargbeisetzungen sinkt kontinuierlich. Urnenbestattungen machen nach Angaben Kreinbergs mittlerweile mehr als 80 Prozent der Bestattungen aus. Wählen die Angehörigen ein Urnengrab am Baum oder ein Reihengemeinschaftsgrab mit einer Platte, auf der der Name des Verstorbenen sowie Geburts- und Sterbedatum stehen, fehlt ein Ort, den Angehörige oder Freunde und Bekannte aufsuchen können, um der Verstorbenen zu gedenken. Das wird manchen aber erst später bewusst.

„Deshalb haben wir im Zentrum des Friedhofs eine zentrale Andachtsstelle mit einer Stele und einer Sitzbank eingerichtet, wo es möglich ist, etwas hinzulegen im Gedenken an die Verstorbenen“, sagt Hans Kreinberg. Wie sehr dies Angehörigen am Herzen liegt, zeigen die vielen kleinen abgelegten Zeichen der Erinnerung.

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