2500 Teilnehmer am Sternmarsch

Organisatoren: Lüdenscheider Gymnasium distanzierte sich von Fridays4Future

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Schätzungsweise 1500 Schüler machten laut Polizei bei der Demo auf dem Rathausplatz mit –von circa 2500, die sich am Sternmarsch beteiligt hatten.

Lüdenscheid - Rund 2500 Teilnehmer haben bei der ersten „Fridays for Future“-Demo in Lüdenscheid mitgemacht. Wie die Orga-Gruppe erläuterte, war beispielsweise am Zepp und BGL die Unterstützung groß, während sich das Scholl von der Aktion distanzierte.

„Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!“ Erstmalig sind gestern mehr als 2000 Schüler der weiterführenden Schulen für den Klimaschutz auf die Straße gegangen. 

Im Sternmarsch marschierten die Jugendlichen zum Rathausplatz, wo gegen 12 Uhr die erste „Fridays for Future“-Demo zur Einhaltung der Ziele des Pariser Klimaabkommens in der Bergstadt stattfand. Über die Wilhelmstraße, die Gartenstraße und die Humboldtstraße näherten sich die Züge dem Rathausplatz als zentraler Kundgebungsstätte an. 

Für ihre Demo, die sie teils mit breiter Rückendeckung ihrer Schulen, teils trotz Gegenwind durchführten, hatten sich die Schüler die 5. und 6. Schulstunde ausgewählt.  

Federführend zeichneten Leonard Ohle, Charlotte Wagner, Charlotte Viere und Lotte Marie Budde für die Organisation verantwortlich. Mit dabei waren Schüler der Gesamtschule, der Staberger Gymnasien, der Theodor-Heuss-Realschule, der Freien Christlichen Realschule, des Bergstadt Gymnasium und des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs.

 Eltern, Lehrer, Passanten und Initiativen wie „Parents4Future“ oder die Bürgerinitiative „Pro Brunscheid“ schlossen sich dem Klimaprotest der Schüler an. „Stoppt diesen Irrsinn hier! Kein Industriegebiet auf unseren Bergen!“ war auf den mitgebrachten Plakat der Bürgerinitiative zu lesen. Sogar Bürgermeister Dieter Dzewas und andere Politiker fanden sich auf dem Rathausplatz ein. 

Laut, aber friedlich mahnten die Schüler während ihres Sternmarsches ein Umdenken in Sachen Klimapolitik an. Mit Plakaten und Parolen wie „Keine Toleranz für Klimaignoranz!“, „There is no planet B“, „Es sind über 24 000 Tiere vom Aussterben bedroht“ und dergleichen mehr machten sie auf die Dringlichkeit ihres Protests aufmerksam. 

Eindringlich redeten Vertreter der einzelnen Schulen Politikern und Entscheidungsträgern bei der Demo ins Gewissen. „Wir leben in einem der reichsten Länder der Welt und wir kriegen es nicht hin, eine vernünftige Klimapolitik zu machen“, beklagte da Leonard Ohle bei seiner Rede auf der großen Bühne. 

1. „Fridays for Future“-Demo in Lüdenscheid

Schützenhilfe bekamen die Jugendlichen unter anderem von Poetry Slammer Marian Heuser, der mit seinem Text „Die Nachhaltigkeit in unserem Handeln“ auf den Kreislauf von Produzieren, Kaufen und Wegwerfen aufmerksam machte. 

Zufrieden zeigte sich Volker Mürmann, Chef der Polizeiwache an der Lüdenscheider Bahnhofstraße, mit der Durchführung der Aktion. „Circa 2500 waren beim Marsch dabei, rund 1500 sind auf dem Rathausplatz angekommen“, schätzte er. Das Ganze sei sehr gut organisiert gewesen und sehr diszipliniert unter Einhaltung aller Auflagen abgelaufen, lobte er. Aus Sicherheitsgründen habe die Polizei kurzfristig an einigen Stellen Straßen abgesperrt, um den Demonstranten sichere Überquerung von Kreuzungen zu ermöglichen. 

Wie Leonard Ohle erläuterte, möchten die Schüler weitermachen mit ihrem Protest. Ihr Dank gilt allen Sponsoren – voran der Hardcore Help Foundation, Onkel Willi & Söhne und der Bürger-Energie Lüdenscheid – sowie den Ordnern aus Reihen der Eltern, Abiturienten, Pfadfinder und ehemaliger Schüler, die die Veranstaltung begleiteten.

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