Erfrischende Basis für gepflegten Jazz

Bernt Laukamp verstärkte im Lønneberga die Jazzformation ProAm3. Foto: Schwager

Lüdenscheid - Gepflegten Barjazz wie in den Sechzigerjahren hat die Jazzformation ProAm3 im Lønneberga verbreitet. Das Trio pflegt Standards der 30er- bis 60er-Jahre, fühlt sich in Swing, Latin und Blues heimisch. Damit läuteten die Musiker am Donnerstag den Open-Stage-Abend an der Hochstraße ein.

Bei Kenny Dorhams „Blue Bossa“ legten Drummer Horst Rieger und Werner Huppert am Kontrabass eine erfrischende Basis, Pianist Eckhard Richelshagen ging zunächst akzentuierend zu Werke und Gast Bernt Laukamp (Posaune, Mundharmonika, Piano, Gesang) bewegte sich erfrischend auf irreführend freier Linie, ehe es zum Thema ging.

Bluesiger Gesang, rhythmisches Pianospiel

Improvisierend belegte Laukamp diesen Standard mit sanglich bluesiger Linie, während der an diesem Abend inspirierend aufspielende Richelshagen ausgelassen das rhythmische Element belebte. Auch Herbie Hancocks berühmter „Watermelon Man“ und Ellingtons „It Don’t Mean a Thing“ durften da nicht fehlen. Art Blakey And the Jazz Messengers lebten mit dem funkigen Titel „Moanin’“ des Pianisten Bobby Timmons auf.

Die Mundharmonika, erstes Instrument im Leben des Musikers Laukamp, war gut gestimmt, aber anders. Auf die berühmte „Route 66“ ging es noch mit ProAm3 und schließlich auf zu den Jungferninseln nach Saint Thomas. Am Übergang zur Jam pflanzte sich Gast Laukamp ans Piano und legte beherzt los. Willie Dixons „Hoochie Coochie Man“ gelang trefflich, ehe weitere Wechsel zu neuer Findungsphase führten.

Von Ulf Schwager

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