Der Rocksommer zieht auf den Rathausplatz

Christian Anders sorgte für einen vollen Saal. Zum Abschluss der Open-Air-Konzerte wird er wieder in Lüdenscheid erwartet.

Lüdenscheid - „Im Veranstaltungsbusiness muss derjenige, der das hundertprozentige Risiko trägt, auch die Möglichkeit haben, seine Kosten zu decken und eventuell sogar Geld zu verdienen. In diesem Punkt hatte Brauhaus-Chef Bernd Meyer allerdings seine eigenen Vorstellungen, zumal er nicht das wirtschaftliche Risiko tragen muss und eigentlich nur den Brauhaus-Biergarten als erweiterte Veranstaltungsfläche hätte beisteuern sollen.“

Von Jutta Rudewig 

Jürgen Wigginghaus, im vierten Jahr in Folge Veranstaltungsmanager der Open-Air-Konzerte im Herzen unserer Stadt, zieht um. Am 24. Juli wird es die erste Rocksommer-Veranstaltung geben – allerdings nicht mehr im Rosengarten, sondern auf dem Rathausplatz.

Stadt sehe dem Umzug mit Wohlwollen entgegen

Wenngleich auch die endgültige Genehmigung noch nicht vorliegt, so sieht man doch im Rathaus dem Umzug mit Wohlwollen entgegen. Geplant sind fünf Konzerte, den Abschluss soll am Samstag, 30. August, das Schlagerhimmel-Open-Air bilden.

Keine Einigung mit dem Brauhaus-Betreiber

Mit dem Betreiber des Brauhauses sei, so Wigginghaus, keine Einigung erzielt worden: „Die ersten beiden Rocksommer waren eine Co-Produktion. Wir haben alle Einnahmen in einen Topf geworfen. Letztes Jahr war die Reihe bereits angeschoben, als der Pächterwechsel kam. Ich wollte das Ganze nicht platzen lassen.“

Platz reicht für bis zu 2000 Gäste

Nun hat Wigginghaus, der nach eigenem Bekunden sämtliche Kosten wie Gema-Gebühren, die Kosten für die Bands, den Sicherheitsdienst, Platzmiete, die Bühne, Werbung, Personal und weiteres trägt, die Reißleine gezogen. Gemeinsam mit dem Lüdenscheider Stadtmarketing und der Verwaltung wurde ein Konzept entwickelt, den Rathausplatz entsprechend abzugrenzen. Die Bühne steht dann vor der Post. Genehmigt wird Raum für bis zu 2000 Gäste.

Höhere Produktionskosten, höhere Eintrittspreise

„Ich mache solche Veranstaltungen seit 30 Jahren und das auch gern in Kooperation mit anderen. Warum soll man auch Erfolgreiches ändern“, bedauert Wigginhaus die Entwicklung, sieht aber den beliebten Donnerstagskonzerten positiv entgegen. Die Produktionskosten, so schätzt er, lägen auf dem Rathausplatz an die 30 Prozent höher als im Rosengarten. Absperrungen, eine größere und mit Blick auf den Wochenmarkt vor allem fahrbare Bühne, vorbeugender Brandschutz, Toilettenanlagen. Das wird sich auf den Eintrittspreis auswirken.

John-Porno-Band wird der Opener

In den kommenden Tagen geht’s ans Finetuning. Mit der John-Porno-Band, zu der sich allerlei weitere heimische Musikgrößen wie beispielsweise Tlako Mokgadi, gesellen, steht der Opener schon fest. Und zur Schlagerhimmel-Party Ende August konnte Christian Anders verpflichtet werden, der noch vor wenigen Wochen für einen ausverkauften Dahlmann-Saal sorgte. Ballermann sei zum Schlagerhimmel nicht angesagt, eher niveauvolle Unterhaltung, stellt Wigginghaus in Aussicht.

Zugpferde für die Donnerstage zu finden, sei hinsichtlich des Wochentages kein Problem. Bleibt nur noch die Frage nach dem Sommerwetter. Regnet es an solchen Abenden aus den sprichwörtlichen Eimern, trägt auch hier der Veranstalter das Risiko – in diesem Fall das Minus in der Tasche.

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