Lüdenscheider Open Air-Sommer zieht um

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Kommen im August zum Open Air-Sommer: Die Queen Kings.

Lüdenscheid - „Das Freizeitverhalten der Menschen ist in den letzten Jahren ein anderes geworden. Die Leute sind unter der Woche so kaputt von der täglichen Arbeit, dass sie einfach keine Lust mehr haben, vor die Tür zu gehen.“ Das sagt einer, der es wissen muss: Jürgen Wigginghaus hat in der Bergstadt schon so manche Event-Reihe durchgezogen, mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg.

In diesem Sommer wagt er – mal wieder – etwas Neues: Der Open Air-Sommer wird verlegt, vom Rathausplatz zum Schützenplatz am Loh. Angefangen hat die Reihe der sommerlichen Konzerte unter freiem Himmel vor Jahren im Rosengarten.

Im vergangenen Jahr führte Wigginghaus den Open Air-Sommer erstmalig in Eigenregie durch, verhandelte mit der Stadtverwaltung, bekam die Genehmigung für Konzerte im Schatten des Rathauses. „Der Umzug vom Rosengarten an den Rathausplatz ist gut angenommen worden, aber der Platz bringt teure, logistische Probleme mit sich. Aufbau, Abbau, Zäune, Strom, Wasser, Bühne, Toiletten, das sind alles Kosten, bei denen pro Abend schnell mal tausend Euro zusammenkommen.“ Allein die Toilettenwagen schlagen mit mehr als 700 Euro pro Abend zu Buche. Gern wäre Wigginghaus auch letztes Jahr schon auf Freitag oder Samstag ausgewichen, mit Blick auf den Wochenmarkt habe die Stadtverwaltung seinerzeit „nein“ gesagt.

Vor der Kulisse der ehrwürdigen Schützenhalle am Loh plant der Lüdenscheider Veranstalter nun den nach seinen Aussagen „größten Biergarten der Region“ aufzubauen – und zwar an sieben Samstagen im Juli und August. Das erste musikalische Zugpferd hat er schon im Sack – am 22. August kommen die Queen Kings. Auch die „Disco Boys“ hat er schon für den 25. Juli verpflichtet: „Aufgebaut wird auf dem kleinen Parkplatz links neben der Halle, die Bühne mit Schallrichtung zur Schützenhalle. Wir wollen schon am späten Nachmittag anfangen, um 23 Uhr ist dann Schluss Die Leute haben dann ausreichend Parkplätze, wir erweitern den gastronomischen Bereich und lassen uns auch sonst so allerlei einfallen.“

Schon im vergangenen Jahr träumte der Veranstalter von einer Überdachung des Konzertbereiches, was auf dem Rathausplatz allerdings an den enormen Kosten scheiterte. Auf dem Schützenplatz sieht das anders aus.

Dort könne man, so Wigginghaus bei der Vorstellung seiner Pläne, eine Art Zirkuszelt aufbauen und stehenlassen. Die Toilettenanlage der Schützenhalle stände zur Verfügung, und wenn’s zu arg regnet, auch die Schützenhalle selbst. „Wir müssen dann auch nicht mehr ständig auf- und abbauen. Ich habe ja keine riesige Personalstruktur, sondern muss jedes Mal wieder neu kucken, wen ich wo einsetzen kann“, verlässt sich Wigginghaus wieder auf die Zusammenarbeit mit seinen bewährten Wegbegleitern. In Aussicht stellt er, dass die Preise nicht über Gebühr ansteigen: „Vorverkauf vielleicht acht, an der Abendkasse dann zehn Euro oder so, eventuell mit Zuschlag für die Top-Bands.“ - rudi

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