Online-Shopping: „Erst gucken, dann klicken“

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Magdalena Ermert stellt zum Weltverbrauchertag die Kampagne gegen Klickfallen im Online-Shopping vor.

Lüdenscheid - "Den folgenden Hinweis hat Magdalena Ermert, Leiterin der Verbraucherzentrale, schon oft gegeben: „Erst gucken, dann klicken. Wenn man das beim Online-Shopping beachtet, lassen sich manche Probleme vermeiden.“ Zum Weltverbrauchertag hat die Verbraucherzentrale eine Kampagne gegen Klickfallen in den Fokus gerückt.

Der Kauf im Internet sei vermeintlich kinderleicht, doch auch mit Risiken verbunden. schnell über den virtuellen Ladentisch gezogen zu werden.

Versteckte Klauseln im Kleingedrucken, unbemerkte Extras oder kostenpflichtige Zahlungsarten lauern und können die Preis für ein Produkt nach oben treiben. „Die Kunden zahlen oben drauf. Dabei haben sie ein Widerrufsrecht“, betont Magdalena Ermert. „Sie müssen Fehlverhalten von Online-Händlern nicht hinnehmen und teuer bezahlen, sondern können sich vom Vertrag lösen und bereits gezahltes Geld zurückverlangen.“

Mit Tipps und einem Gewinnspiel, wie Kunden häufige Klickfallen bei der Online-Bestellung erkennen und vermeiden können, will die Verbraucherzentrale die Kunden sensibilisieren. „Der Klick ist schnell gemacht, aber man darf nicht glauben, das Lesen dabei ignorieren zu können.“

So muss ein Online-Händler unmittelbar vor dem Abschluss eines Bestellvorgangs die wichtigsten Posten deutlich auf einen Blick angeben. Nebenleistungen zu einem Kauf müssen nur bezahlt werden, wenn Kunden sie ausdrücklich bestellt haben. Ebenso müssen Kunden bei einer Ware oder einer Servicleistung klar erkennen können, ob das Ordern mit einer Zahlung verbunden ist. Jedem Kunden muss ein kostenfreies Zahlungsmittel angeboten werden – zum Beispiel der Kauf per Rechnung oder Lastschriftenverfahren.

Falls das gelieferte Produkt nicht den Erwartungen entspricht, kann der Kaufvertrag widerrufen werden. Ein Widerruf muss aber ausdrücklich – zum Beispiel per E-Mail oder Brief – erklärt werden. „Ohne Kommentar zurückschicken reicht nicht.“ Weitere Informationen sind bei der Verbraucherzentrale an der Altenaer Straße erhältlich. - Von Martin Messy

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