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Online in der Innenstadt: 92 Knotenpunkte machen's möglich

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Von: Kerstin Zacharias

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Wie die Karte der Freifunker MK zeigt, gibt es in Lüdenscheid derzeit 92 Knotenpunkte für kostenfreies Internet, darunter in der Wilhelmstraße bis hinauf zur Altstadt. Lediglich zwischen kleinem und großen Sternplatz ist der Lückenschluss noch nicht gelungen.  - Screenshot: Nougrigat
Wie die Karte der Freifunker MK zeigt, gibt es in Lüdenscheid derzeit 92 Knotenpunkte für kostenfreies Internet, darunter in der Wilhelmstraße bis hinauf zur Altstadt. Lediglich zwischen kleinem und großen Sternplatz ist der Lückenschluss noch nicht gelungen. - Screenshot: Nougrigat

Lüdenscheid - Aus einer technischen Spielerei ist längst eine Selbstverständlichkeit geworden: Die Möglichkeit, beim Friseur seine Mails zu checken, beim Shoppen kurz im Internet Preise zu vergleichen oder im Café etwas zu nachzulesen – mit dem Smartphone ist der Gang ins Internet von überall aus Realität geworden. Dass dies auch unterwegs kostenlos möglich ist, ist nicht zuletzt dem Freifunk zu verdanken.

92 sogenannte WLan-Knotenpunkte gibt es derzeit in der Stadt, Punkte, die für eine lückenlose Verbindung ins Netz sorgen sollen.

„Unser Ziel war es ja, die Innenstadt komplett zu vernetzen, zu einem Großteil ist uns dies auch schon gelungen“, zog André Westermann, Geschäftsführer des Lüdenscheider Stadtmarketing, im LN-Gespräch eine erste Bilanz. Aber: „Die Verbindungen sind zum Teil noch nicht stark genug, da steckt noch zu wenig Kraft hinter“, zeigt er sich noch nicht hundertprozentig zufrieden, weiß aber auch um die schwierige Infrastruktur, sprich die Häuserschluchten, in der Innenstadt.

Mehr als ein Jahr ist es her, dass in der Altstadt die ersten 20 WLan-Router installiert wurden – und zwar in enger Kooperation mit dem Verein Freifunk MK sowie der IT Südwestfalen AG. Während der Verein für die Software verantwortlich zeichnet, übernimmt die IT Südwestfalen AG unentgeltlich die Installation der Geräte. Etwa 60 der damals angeschafften 100 Router seien bereits im Einsatz, zudem viele weitere private.

Wie aus einer Karte des Freifunk-Vereins hervorgeht, ist der Bereich der Wilhelmstraße ab Höhe Feinkost Papageno/Eiscafé Cortina bis hoch in die Altstadt nahezu durchgehend versorgt – dank der Teilnahme vieler Einzelhändler, wie Westermann betont. Lediglich die vordere Wilhelmstraße in Richtung Sternplatz sei noch nicht lückenlos angebunden. Gut sehe es dann aber wieder im Bereich des Rathauses aus.

Im Fokus der Verantwortlichen stehen für die Zukunft auch Knotenpunkte entlang der Knapper Straße und des Bahnhofsviertels. „Aber so weit sind wir noch nicht. Wir haben eine Liste mit Anfragen, die wir nach und nach abarbeiten“, verweist Westermann auf das ehrenamtliche Engagement der Beteiligten. Und: Auch die Verbesserung der Datenleitungen hält Westermann für dringend erforderlich. „Das muss einfach noch stabiler und stärker werden.“

Dass die Freifunk-Netze in der Stadt durchaus ihren Sinn haben, zeigen die täglichen Nutzerzahlen. „Im Sommer, wenn sich viele in der Stadt aufgehalten haben, hatten wir in Spitzenzeiten etwa 600 Nutzer. Das spricht für sich und zeigt, dass das kostenlose WLan genutzt wird.“

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