„Onkel Willi & Söhne“ unterstützt Musikschüler

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Fünf der sieben Gründungsmitglieder von „Onkel Willi & Söhne“ gaben am Mittwoch den Startschuss für die Kooperation mit der städtischen Musikschule und Gitarrenlehrer Erkan Besirlioglu.

Lüdenscheid - Unterhaltungsangebote sind ein wichtiger Aspekt für ein attraktives Umfeld. Dafür will sich der im Sommer gegründete Verein „Willi & Söhne“ mit eigenen Aktionen und Veranstaltungen engagieren. Zweiter Baustein, für den am Mittwochabend der Startschuss fiel, ist die Unterstützung junger Leute, die sich in irgendeiner Form für Musik interessieren.

Mit Matthias Czech, Marco Sommerfeld, Sachin Chhatwani, Arno Seltmann und Phillip Nieland stellten fünf der sieben Gründungsmitglieder von „Onkel Willi & Söhne“ ihre Idee vor, mit den Erlösen, die der Verein erwirtschaftet, Projekte und einzelne Jugendliche im Bereich „Musik“ zu unterstützen. 

Weitere Mitstreiter sind Fabian Kärnbach und Steffen Schulte-Lippern. Den Grundstein haben sie mit dem Erlös des Standes auf dem Lüdenscheider Stadtfest gelegt. Damit kann der Verein den Anfang machen und hat sich zwei Kooperationspartner gesucht – die städtische Musikschule und Gitarrenlehrer Erkan Besirlioglu. 

Für die Musikschule präsentierten deren Leiter Franz Schulte-Huermann und Gitarrenlehrerin Katja Fernholz-Bernecker das erste Projekt, das unterstützt werden soll. Sie möchten Schülern der Friedensschule, die bis Ende des Halbjahres an dem einjährigen Kurs „Musizieren macht Mut“ teilnehmen, anbieten, ab Februar in der Musikschule weiter unterrichtet zu werden.

Dabei würde „Willi & Söhne“ bei der Finanzierung der Gebühren oder von Leihinstrumenten helfen. Erkan Besirlioglu seinerseits weiß von Kindern, die bei ihm Gitarre lernen möchten, aber das für die Familien finanziell nicht machbar ist oder die Eltern kein Interesse haben. Dort möchte er mit Hilfe von „Onkel Willi & Söhne“ ansetzen. 

Ziel des Vereins ist es, die Stadt zu beleben, damit junge Leute einen Anreiz bekommen, in Lüdenscheid zu bleiben, nicht zuletzt um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. „Gute Jobs und nette Talsperren reichen dafür nicht“, brachte es Matthias Czech auf den Punkt. 

Dabei haben sich die Gründungsmitglieder die Förderung der Kulturszene, insbesondere der Musik, auf die Fahne geschrieben, um ihren Beitrag zur Attraktivitätssteigerung ihrer Heimatstadt zu leisten. Der Gitarrenunterricht soll ein erster Schritt sein. 

Eine ganz individuelle Förderung von Musikschülern und das in jedem Bereich, beispielsweise auch von Nachwuchs-DJs, ist das langfristige Ziel. Der Schwerpunkt soll dabei nicht auf einer Förderung besonderer Talente liegen, sondern viel mehr darin, möglichst vielen, die ein ernsthaftes Interesse daran haben, Musikunterricht zu ermöglichen. Auch sie sollen von den Vorteilen, wie einem stärkeren Selbstbewusstsein, profitieren können, oder vielleicht später selbst das kulturellen Leben der Stadt bereichern.

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