Oktober: Günter Bernhardt

+
Günter Bernhardt spricht lieber über die Dinge für die er sich engagiert, als über sich selbst.

Lüdenscheid - „Ehrenamt“ ist ein Wort, das Günter Bernhardt nicht mag. Es gehe schließlich nicht um „Ehre“, sondern vielmehr um soziales Engagement, sagt er. Das ist es, was er aufgrund seines Selbstverständnisses als Christ leisten möchte. Der stellvertretende Vorsitzende des Obdachlosenfreundeskreises (OFK) ist unser Lüdenscheider des Monats Oktober.

Er gehört zu den Mitarbeitern des OFK, die in Lippstadt den Salzkorn-Preis der Evangelischen Kirche von Westfalen entgegengenommen haben.

Die Aktion

Die LN-Redaktion wählt ab sofort einen „Lüdenscheider des Monats“. Dies soll eine Person sein, die im abgelaufenen Monat ganz besonders in Erscheinung getreten ist - beispielsweise durch außergewöhnliche Leistungen oder großes persönliches Engagement. Aus den zwölf „Lüdenscheidern des Monats“ wählen die LN-Leser dann einen „Lüdenscheider des Jahres“.

Maßgeblich geprägt ist der Obdachlosenfreundeskreis von der Gründerin und Vorsitzenden Monika Deitenbeck-Goseberg. Aber auch Günter Bernhardt ist von Beginn an dabei, erst als engagiertes Mitglied und seit der Vereinsgründung als stellvertretender Vorsitzender. Es war einfach so, dass vor 20 Jahren jemand gebraucht wurde, der mit anpackte. Diese Notwendigkeit, Menschen zu helfen, war sein Antrieb. Und gemäß seinem Prinzip „wenn ich was anpacke, muss ich auch bei der Stange bleiben“, ist er bis heute dabei. Er organisiert die Catering-Einsätze des OFK inklusive der dafür notwendigen Einkäufe und hilft, wenn nötig, bei Behördengängen und Schriftwechseln. Menschen, denen Strukturen fehlen, zu begleiten, für sie zu telefonieren – „das mache ich gerne“, sagt Günter Bernhardt. Mehr Zeit hat der 62-Jährige dafür, seitdem er im Vorruhestand ist. Persönlich überzeugt ist er vom Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe, das dazu führt, dass viele der Menschen, die unterstützt werden, damit sie nicht in Obdachlosigkeit geraten, sich selbst aktiv im OFK einbringen.

1983 ist er mit seiner Familie in das Einzugsgebiet der Evangelischen Kirchengemeinde Oberrahmede gezogen und fand dort sofort seine Heimat – auch für sein Engagement. „So verstehe ich mich als Christ: nicht nur in den Gottesdienst zu gehen, sondern Dinge vor Ort umzusetzen, das Christsein zu leben.“

Günter Bernhardt engagiert sich außerdem in der Gemeindearbeit in Oberrahmede und im Presbyterium. Auch bei den Special Olympics für Menschen mit geistiger Behinderung ist er regelmäßig dabei. Die Muttergesellschaft ABB seines früheren Arbeitgebers der Busch-Jaeger Elektro GmbH ist einer der Hauptsponsoren. - gör

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare