Ohrwürmer und Brillanz

Landespolizeiorchester und Gospelchor begeistern in Lüdenscheid

+
Ansgar Röhrbein (links) und Antje Malycha (rechts) informierten die Gäste über die Arbeit des Märkischen Kinderschutzzentrums. Das profitierte von dem Benefizkonzert.

Lüdenscheid - Wow, das war eine Wucht! Im Dienst der guten Sache boten das Landespolizeiorchester NRW und der Gospelchor Heavens Gate am Samstag im voll besetzten Kulturhaus ein Konzerterlebnis der Superlative.

Zum zweiten Mal standen das hochkarätige Orchester und der heimische Chor gemeinsam auf der Bühne. Mit sinfonischer Blasmusik vom Feinsten, mitreißendem Big Band Sound und begeisternden Lobpreis-Liedern setzten die Lüdenscheider und ihre auswärtigen Gäste ihre vor fünf Jahren in der Christuskirche begonnene Erfolgsgeschichte fort. Als Schirmherr des Benefizkonzerts zugunsten des Märkischen Kinderschutzzentrums war Landrat Thomas Gemke bei dem knapp dreistündigen Hörgenuss zugegen. Kulturdezenent Thomas Ruschin erlebte das musikalische Feuerwerk als Vertreter der Stadt mit. Die Arbeit des Kinderschutzzentrums stellten dessen Leiter Ansgar Röhrbein und Antje Malycha als Vorsitzende des Fördervereins, der seit 25 Jahren eine Stelle finanziert, vor.

Mit seinen beiden größten Formationen – dem Orchester und der Big Band – machte das Landespolizeiorchester (LPO) beim Benefizkonzert unter dem Motto „Dwell in your house“ Furore. Mit 45 Profis hervorragend aufgestellt, wickelte das Orchester seine begeisterten Zuhörer in beiden Besetzungen mit spieltechnischer Brillanz, ansteckender Spielfreude, Power und Ausstrahlung um den kleinen Finger.

Ausgesprochene Ohrwürmer, die von Anfang an Lust auf mehr machten, brachte das Orchester unter Leitung des US-Amerikaners Scott Lawton zum Konzert in Lüdenscheid mit. Von Gershwins weltberühmter, sinfonisch-jazziger Rhapsody in Blue – in einer Orchesterfassung zu hören – bis zu feuriger kubanischer Musik (Malaguena) und Klassik in modernem Gewand (Anitra’s Dance aus der Peer-Gynt-Suite von Grieg) spannten die Virtuosen unter der meisterhaft gestaltenden Hand ihres Dirigenten den Bogen. Einfühlungsvermögen bewies das Orchester bei der Begleitung des Chors. Seine großartigen Solisten – voran Kirstin Niederstrasser (Saxophon), Onur Özgüner und Simon Kräuter (Posaune) sowie Ernie Griffin (Piano) – setzte Hans Steinmeier als kongenialer Leiter der Big Band perfekt in Szene. Mit groovenden Funk-Titeln wie „Uptown Funk“, unwiderstehlichen Nr. 1 Hits wie „I wish“ von Stevie Wonder und Standards wie „Knock on Wood“ heizte die Big Band ein.

Der eigene Spaß an der Sache war Hans Steinmeier deutlich anzumerken. Sowohl mit dem Orchester als auch mit der Big Band und solo unterstrich Heavens Gate unter der temperamentvollen Leitung von Christiane Langs-Blöink seine Klasse. Innig und berührend bei gefühlvollen Anbetungsliedern wie „Welcome into this place“ und mitreißend bei zündenden Nummern wie „Jesus Majesty“ und „Shackles“ powerte sich der stimmgewaltige Chor mit seinen famosen Solisten Tanja Weiland, Louisa Sellig und Michael Langs in die Herzen.

Zum Tanzen, Mitsingen und -klatschen ließen sich die Zuschauer, die sich mit stehenden Ovationen und nicht enden wollendem Applaus für einen Hörgenuss erster Güte bedankten, nicht lange bitten. In Vertretung übernahm LPO-Mitglied Frank Kasper (Schlagzeug) an der Seite von Andreas Theil (Piano) und Mirko Gutbier (Bass) die musikalische Chorbegleitung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare