Turboschnecken sind am Ziel

Mit dem Schneckenhaus wurde für Brigitte Klein „ein Märchen wahr“.

Lüdenscheid - „Die Schneckenfamilie hat ihr Zuhause gefunden.“ Das ist das glückliche Ende des Märchens, das Brigitte Klein verkünden konnte. Die Vorsitzende der Turboschnecken begrüßte gestern rund 200 geladene Gäste zur offiziellen Eröffnung des Vereinsdomizils.

Es war ein Einsatz, der einige der Beteiligten „bis ans persönliche Limit geführt hat“, ließ die „Oberschnecke“, Gründerin des jungen und inzwischen mitgliederstärksten Vereins der Stadt, die letzten Jahre Revue passieren. Insgesamt 3,5 Millionen Euro haben die Turboschnecken an Landes-, Denkmal- und Eigenmitteln mobilisiert, geplagt von empfindlichen Rückschlägen, was Bewilligungsverfahren und Baumaßnahmen angeht. Fast schien das Projekt zwischendurch gestorben – um so triumphaler fielen gestern die Feierstunde und die anschließende interne Schneckenfeier aus.

Damit es bei immerhin neun Grußworten nicht zu trocken wurde, kümmerte sich das Kleinkunst-Duo Chapeau Bas um Unterhaltung rund um die Feierstunde, Ballett und Drums Alive steuerten die Schnecken selber bei, die Marching Band „Bäng Bäng“ und Peter Zimmer als Rezitator hielten die Gäste bei Laune.

Den langen Weg der „nackten und heimatlosen Schnecken“, der kleinen Laufgruppe von 1990 in ihr neues Gebäude skizzierte nicht nur Brigitte Klein. Auch Bürgermeister Dieter Dzewas, Landrat Thomas Gemke und der Landtagsabgeordnete Gordan Dudas griffen gerne zurück auf die Vergangenheit, um den Riesenerfolg von heute deutlich zu machen – immerhin trainieren inzwischen 55 Kurse jede Woche in dem Industriedenkmal, das „einzigartig im Märkischen Kreis und von besonderer Bedeutung von Lüdenscheid“ sei, so Christian Hoebel Denkmalfachmann beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe.

„Sie haben einen vorbildlichen Beitrag für eine schöne Stadt geleistet“, mit diesen Worten und der höchsten Auszeichnung, die der Geschichts- und Heimatverein zu vergeben hat, bedankte sich Dr. Arnhild Scholten.

- flo

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