Von 13 bis 18 Uhr sind viele Geschäfte geöffnet

Offener Sonntag, Autoschau und Zoff hinter den Kulissen in Lüdenscheid

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Seit Tagen wirbt der Einzelhandel für den verkaufsoffenen Sonntag. Werbung für die Autoschau gibt es dagegen nicht.

Lüdenscheid - Es sollte eine Leistungsschau der Autobranche und ein umsatzstarker Tag für den Handel werden. Doch die Olper Veranstalterin Sylke Stamm musste ihr Konzept – angeblich nach mehreren Absagen aus Autohäusern – abspecken. Außenwerbung für die Veranstaltung, die als „mobil und sicher – Tag der Rettungskräfte und Autoschau“ deklariert ist, hat bislang nicht stattgefunden. Trotzdem sind viele Geschäfte am Sonntag von 13 bis 18 Uhr wie geplant geöffnet.

Die Stadt darf verkaufsoffene Sonntage nur anlässlich örtlicher Feste, Märkte oder Messen genehmigen. Dafür suchte das Ordnungsamt vor einem Jahr Veranstalter, die sich mit Konzepten um den Zuschlag bewerben konnten. Die Regie für zwei der vier Sonntags-Veranstaltungen fiel nach Beratung eines Gremiums im Rathaus an die Lüdenscheider Stadtmarketing (LSM) GmbH, eine an die Kfz-Innung. Die Stadt hält 30 Prozent der Gesellschafter-Anteile an der LSM.

Am bevorstehenden Wochenende sollte nun Sylke Stamm zum Zuge kommen. Ihr Mann Berthold, mit der Organisation der Schau betraut, beklagt sich im LN-Gespräch: „Die Stadt will nicht dafür werben, dabei müsste sie doch ein Interesse daran haben, dass viele Leute in die Innenstadt kommen.“ Stadt-Pressesprecher Wolfgang Löhn sagt dazu: „Die Stamms haben eine Sondernutzungserlaubnis für den Rathausplatz und sind als Veranstalter zuständig für die Werbung.“ Berthold Stamm: „Das ist nicht unsere Aufgabe.“

Nach LN-Informationen haben sich die Olper Veranstalter in ihrem Konzept bereiterklärt, per Bannerwerbung, Handzetteln, Anzeigen und einer eigens eingerichteten Internet-Präsenz Reklame für die Autoschau zu machen. Sylke Stamm sagt dazu: „Ich kann mich nicht erinnern, dass wir so was geschrieben haben.“

Auch die Geschäftsführer der LSM sehen sich nicht in der Pflicht, Stamms Veranstaltung zu „befeuern“, wie es heißt. Immerhin ist die GmbH als direkter Konkurrent um die Ausrichtung der Schau ins Rennen gegangen. Gleichzeitig ist es Aufgabe der LSM, für die „Förderung und Vermarktung des Wirtschaftsstandortes zu sorgen“. In diesem Zusammenhang wirbt die LSM ausschließlich für die offenen Läden. Auf der Höh und auf der Altenaer Straße sind dazu große Bannerwerbungen angebracht.

Nach den angeblichen Absagen aus der Autobranche werden am Sonntag die Händler Meier (Mazda), Wurth (Nissan) und Nolte (Honda und Opel) ihre Fahrzeuge präsentieren. Das DRK ist laut Berthold Stamm mit drei Krankentransportwagen vor Ort, die Rettungshundestaffel MK wird auftreten. Außerdem hat sich die Bundeswehr mit einem Info-Mobil angekündigt.

Die Autoschau findet von 11 bis 18 Uhr statt, die Geschäfte sind von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

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