Rund 150 Lüdenscheider beteiligen sich

Ökumenischer Bußgang: „Freunde werden zu Brüdern“

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Der ökumenische Bußgang führte auch über die Honseler Straße.

Lüdenscheid - Die Erinnerung an die Leiden Christi, wie sie in der Bibel beschrieben werden, und ein Zeichen für das Miteinander in der Stadt standen im Mittelpunkt des ökumenischen Bußgangs.

Traditionell trafen sich dazu Christen verschiedener Konfessionen am Freitagabend zunächst in der katholischen Kirche St. Petrus und Paulus. Trotz des nasskalten Wetters nahmen rund 150 Lüdenscheider an dem Bußgang teil, der vom Honsel aus zur griechisch-orthodoxen Kirche des heiligen Nektarios an der Sedanstraße führte. Von dort aus ging es über Stern- und Rathausplatz zur evangelischen Christuskirche.

An der ersten und der letzten Station gestalteten die katholische Gemeindereferentin Mechthild Börger und der evangelische Diakon Erhard Knabe die Andachten. Knabe übernahm die Auslegung des Bibeltextes in der katholischen Kirche und analysierte ein Bild, dass Jesus gemeinsam mit Simon von Kyrene unter der Last des Kreuzes zeigte. „Unter dem Kreuz werden Fremde zu Brüdern“, sagte Knabe unter anderem.

In der griechisch-orthodoxen Kirche erwarteten Erzpriester Polyefctos Georgakakis und Subdiakon Sergios Kuckhoff die Teilnehmer des Bußgangs. In der Andacht nach orthodoxem Ritus mit entsprechenden Gesängen, betonte Kuckhoff die Parallelen in der Theologie der östlichen und westlichen Kirchen: „Es gibt kein Kreuz ohne Auferstehung und keine Auferstehung ohne Kreuz.“ Es gebe Theologen, die unterschiedliche Schwerpunkte der Kirchen hervorheben, dies sei seiner Meinung nach abwegig. Während sich in den evangelischen und katholischen Kirchen die Fastenzeit mit dem Beginn der Karwoche dem Ende neigt, hat sie in der orthodoxem Kirche gerade erst begonnen. Das griechische Osterfest wird in diesem Jahr am 1. Mai gefeiert.

Auf dem Weg zur Christuskirche wurde eine noch junge Tradition auf dem Rathausplatz fortgesetzt: In Sichtweite des Rathauses beteten die Teilnehmer für die Stadt und ihre Bürger. In der Christuskirche übernahm schließlich Mechthild Börger die Auslegung und Erhard Knabe die Liturgie zum Ausklang des Bußganges.

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