Öffentliches Ärgernis: Toiletten

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Nach wie vor lässt die Disziplin der Benutzer der öffentlichen Toilette neben dem Bürgeramtseingang zu wünschen übrig.

Lüdenscheid - Nicht alles läuft so, wie es soll: Nach wie vor lässt die Disziplin der Benutzer der öffentlichen Toilette neben dem Bürgeramtseingang zu wünschen übrig. Die Anlage ist allgemein zugänglich und nicht nur Behindertentoilette. Rund 1000 Euro kostet der monatliche Unterhalt im Schnitt.

Hintergründe erläuterte Petra Noack, Fachdienstleiterin Rats- und Bürgermeisteramt,  bei der Sitzung der Interessenvertretung für Menschen mit Behinderungen.

Eigentlich reinigt sich der Raum nach jeder fünften Benutzung automatisch. Doch diese Funktion werde regelmäßig gestört - sei es, weil ein Markthändler die Tür einfach per Kasten aufhält oder mal wieder jemand mit Klopapier Ablaufrinnen verstopft hat.

Dabei sei mit Markthändlern geklärt, dass sie Toiletten im Rathaus nutzen können. Tatsache ist: „Wir kriegen das Problem nicht in den Griff.“ Und das, obwohl der Hausmeister regelmäßig kontrolliere und der Wartungsdienst täglich komme. Noack: „Es ist ein Fass ohne Boden.“

Hinweise aus der Runde sprachen noch ganz andere Nutzungsvarianten an. Man habe sogar schon Pärchen überrascht. Dann sei ein sofortiger Hinweis an Infotheke oder Bürgeramt wichtig, entgegnete Petra Noack. Nur so könne man reagieren.

Was hingegen läuft: Der Euro-WC-Schlüssel, der Berechtigten den Zugang zu öffentlichen Behindertentoiletten in Städten und an Autobahnen eröffnet, wird rege nachgefragt, seit er auch an der Infotheke des Rathauses angeboten wird.

Man habe sogar schon nachbestellt, zugleich aber auch gemerkt, dass manche Käufer irrtümlich davon ausgegangen seien, es handele sich um einen neuen Schlüssel. Noack: „Es gibt nur diesen einen.“ Neu sei nur die Verkaufsstelle an der Infotheke. Dort muss auch der Schwerbehindertenausweis vorgelegt werden, der mit entsprechenden Einträgen zum Kauf des Generalschlüssels berechtigt. - sum

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