Öffentliche Führung durch „Landna(h)me"

Eine öffentliche Sonntagsführung wird geboten.

Lüdenscheid - Die Städtische Galerie bietet eine öffentliche Sonntagsführung durch die Ausstellung „Landna(h)me“ an. „Landna(h)me“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Partnerkreise des Märkischen Kreises.

Die Ausstellung zeigt Arbeiten von 17 Künstlern aus den Partnerkreisen Elbe-Elster (D) und Ratibor (PL), des Landkreises Nakielski (PL) und des Märkischen Kreises. Nachdem die Ausstellung bereits seit 2013 in den Partnerkreisen zu sehen war, bildet Lüdenscheid mit der Städtischen Galerie den Abschluss.

Der Titel „Landna(h)me“ steht in Zusammenhang mit dem Thema der 2014 präsentierten Ersten Brandenburgischen Landesausstellung: „Preußen und Sachsen – Themen einer Partnerschaft“. Den Anlass gab das 200. Jubiläum des Wiener Kongresses von 1814/15. Davon betroffen war damals auch die Region „wo Preußen Sachsen küsst“. Wer in einem dieser Gebiete lebte – dazu zählte u.a. auch der heutige Landkreis Elbe-Elster – wurde über Nacht vom Sachsen zum Preußen.

In der Städtischen Galerie sind Malerei, Grafik und Objekte in großer thematischer Vielfalt zu sehen. Mehrere Künstler des Landkreises Elbe-Elster beschäftigen sich in ihren Arbeiten mit dem Thema des „Landraubs“ durch die Folgen des Braunkohletagebaus. Klingmühl, Heimatort des Malers und Grafikers Eckard Böttger, wurde bis 1989 weitgehend für den Tagebau Klettwitz-Nord verwüstet, durch die Stilllegung des Tagebaus aber nicht abgebaggert. Ungefähr ein Viertel der Gehöfte blieb erhalten. Umgesiedelt wurden 187 Personen. Böttger hat diese Erfahrungen in seinen Bildern verarbeitet: verödete Landschaft und deren Verwundung durch raubende Maschinen.

Diese und weitere Positionen stellt Dr. Carolin Krüger-Bahr in einem Rundgang durch die Ausstellung ab 15 Uhr vor.

Der Eintritt in die Ausstellung ist kostenfrei, der Beitrag für die Führung beträgt drei Euro pro Person.

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