Ärger bei Anliegern

Oedenthal: Lange Umwege für Landwirte

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Zu den Baken haben die Bauarbeiter des Landesbetriebs Straßen.NRW nun noch eine massive Betonbarriere gestellt. So sind die Landwirte, die zu ihren Feldern und Rindern oberhalb der Sperrung wollen, zu langen Umwegen gewzungen.

Lüdenscheid - Seit etwa zwei Monaten ist die Oedenthaler Straße (L 532) in Höhe der Mühle komplett gesperrt. Das sorgt für Ärger bei Anliegern. Und ist jetzt, nach einer Anfrage des CDU-Fraktions-Chefs Oliver Fröhling im Hauptausschuss der Stadt, auch ein Fall für den Bürgermeister.

Der Landesbetrieb Straßen.NRW muss an einem Bach den Unterbau der Fahrbahn reparieren, nachdem ein Lastwagenfahrer seinen Schlepper in einer Kurve gegen die Leitplanke gesetzt hat. Die Straßenbauer haben zwar flugs Baken aufgestellt, Reparaturen sind aber offensichtlich noch nicht erfolgt.

Die zwei Landwirte, deren Höfe unterhalb der Sperrung liegen, die aber Rinder und Felder oberhalb haben, müssen Umwege in Kauf nehmen. Die Sperrung zwingt sie, teils mehrfach täglich mit Treckern und Maschinen durchs Volmetal nach Brügge, die Lösenbacher Landstraße hoch bis zum Kreishaus und über die Heedfelder Straße in Richtung Brockhauser Ebene wieder auf die Oedenthaler Straße zu kurven – knapp zwölf statt zwei Kilometer.

Für den pensionierten Revierförster Fritz Grüber ist das „existenzbedrohend“. Er wohnt am benachbarten Hulsberg und hat den CDU-Ratsherrn auf Bitten der Bauern eingeschaltet. Nachdem die Landwirte die Kunststoff-Baken zunächst beiseite geschoben haben, hat Straßen.NRW nun nämlich einen massiven Betonriegel auf die Fahrbahn gesetzt. Mit fatalen Folgen, denn: „Jetzt geht die Silo-Ernte los, dann ist das Getreide dran“, so Grüber.

Bürgermeister Dieter Dzewas versprach im Ausschuss, einen Brief an Straßen.NRW zu schreiben. „Aber ob es nützt, kann ich nicht versprechen. Die Straße liegt in der Baulast des Landesbetriebs.“

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