Neuer Saal statt neuer Pächter

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Das Restaurant soll zukünftig nicht mehr als Gastronomiebetrieb genutzt werden.

Lüdenscheid - Wenn es nach dem Wunsch des Kulturhausleiters Stefan Weippert geht, sollen die Räumlichkeiten nicht mehr zu Gastronomie-Zwecken, sondern anderweitig genutzt werden. Seit einem guten Jahr steht das Restaurant neben dem Kulturhaus (mal wieder) leer.

Von Jutta Rudewig

Der „Stadtgarten“ ist verwaist, die Anlagen verrotten, und allerlei lichtscheue Gestalten haben das Areal für sich entdeckt. Eine Lösung muss her – und das möglichst bald. Darin waren sich die Mitglieder des Kulturausschusses in ihrer letzten Sitzung in diesem Jahr einig.

Der Bedarf nach einem weiteren, dem Kulturhaus angeschlossenen Saal, den man allerdings auch ohne die Nutzung des Kulturhauses vermieten könne, sei durchaus da, führte Weippert aus. Zwei Möglichkeiten seien ausgelotet worden, eine temporäre Nutzungsänderung, die jedes Mal neu beantragt werden muss, oder eine dauerhafte Nutzungsänderung.

Die allerdings sei mit einem Bauantrag verbunden, bat der Kulturhausleiter um das Votum des Ausschusses. Derzeit sei ein Brandschutzgutachter im Haus unterwegs, der könne dann gleich auch die Fläche im ehemaligen „Stadtgarten“ begutachten. Denn zunächst sei die Frage zu klären: „Dürfen wir das überhaupt?“

Die baulichen Maßnahmen, die eine neue Nutzung der Restaurantfläche als Saal nach sich zieht, halten sich, so Weippert, in überschaubaren Grenzen. Eine neue und größere Tür zum Kulturhaus müsse her, und in den Toilettenanlagen müsse eine Alarmvorrichtung installiert werden, die bei einer Alleinnutzung des Saals anzeigt, ob sich jemand Zutritt zum Kulturhaus verschafft.

„Konkreter Handlungsbedarf besteht nicht“, machte Weippert klar, dass der Pachtvertrag mit dem Caterer, die sich um die Verpflegung der Kulturhausgäste kümmert, auch weiterhin Bestand hat und man sehr zufrieden mit dem Angebot sei. Und wenn der Brandschutzbeauftragte am Ende feststellt, dass eine Nutzungänderung mit erheblichen Kosten verbunden ist: „Dann müssen wir uns was Neues ausdenken.“

Unter diesen Voraussetzungen und verbunden mit einer „Rückfahrkarte“, falls sich irgendwann doch ein neuer Pächter findet, wurde der Auftrag an die Verwaltung erteilt.

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