Gordan Dudas nach Wahlsieg "überglücklich"

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Riesenfreude bei Gordan Dudas: Der Lüdenscheider Sozialdemokrat umarmte im Kreishaus nicht nur Geza Lang (Grüne): „Die ganze Nervosität des Wahltages fällt da von einem ab“, sagte Dudas – und dankte vor allem seinem Team.

LÜDENSCHEID - Um fünf vor sieben brandete im Kreishaus Beifall auf, als mit Gordan Dudas (SPD) der klare Sieger im Landtags-Wahlkreis 123 in den Saal einzog. Zu den ersten Gratulanten zählte der grüne Konkurrent und Lüdenscheider Ampel-Mitstreiter Geza Lang.

Von Thomas Hagemann

In Düsseldorf bejubelte Angela Freimuth (FDP) aus Schalksmühle ihren erneuten Einzug ins Landesparlament. Der Lüdenscheider Pirat Michael Meyer freute sich diebisch über acht Prozent, Katerstimmung herrschte dagegen in der Union und bei der Linken.

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Gordan Dudas gewinnt Wahlkreis 123 souverän

Die SPD war in Lüdenscheid mit mehr als 43 Prozent (im Wahlkreis 41,7) noch um vier Punkte erfolgreicher als im Land – und sie legte in der Bergstadt gegenüber 2010 um mehr als sechs Prozent zu. Mit den 8,2 der Grünen gewann Rotgrün somit auch in der Bergstadt die absolute Mehrheit. Die CDU dagegen wurde mit 25,4 Prozent (im Wahlkreis 26,5) noch um einen Punkt stärker als in NRW gedrückt. Gegenüber 2010 verlor sie in Lüdenscheid 7,4 Punkte. Die FDP blieb dagegen allen Turbulenzen der letzten Wochen zum Trotz stabil bei knapp acht Prozent (im Wahlkreis 8,2). Die Linke verlor fast die Hälfte ihrer Stimmen und landete auch in Lüdenscheid punktgenau bei ihrem landesweiten Ergebnis von gerade noch 2,5 (bei 2,4 im Wahlkreis).

Die Beteiligung an der Landtagswahl in Lüdenscheid blieb mit 54,21 Prozent um wenige Stimmen unter der von 2010. Damit liegt die Kreisstadt erneut deutlich unter der landesweiten Beteiligung von knapp 60 – und auch noch unter der Gesamtbeteiligung im Wahlkreis von 55,6 Prozent.

„Ich bin überglücklich“, strahlte Gordan Dudas, der seine 2010 begonnene Arbeit als Abgeordneter im Landesparlament nun fortsetzen kann, wenn auch wohl in weniger als den zuletzt drei Ausschüssen des Landtages. „Das ist ein großer Vertrauensvorschuss, den ich hier erhalten habe“, erklärte der Sozialdemokrat. Natürlich habe auch er von der Stimmung im Land, der „Sehnsucht nach klaren Verhältnissen“ profitiert. Zugleich aber konnte Dudas als Direktkandidat mit 47 Prozent das Ergebnis der SPD in Lüdenscheid noch toppen. Das immerhin konnte auch Oliver Fröhling für sich in Anspruch nehmen, mit fast 31 Prozent (im Wahlkreis 32) lag sein Ergebnis um 5,5 Punkte über dem der Partei.

Beim Handschlag mit Dudas erwies sich Fröhling als fairer Verlierer: „Das ist eben die Demokratie. Wer antritt, kann verlieren, wer nicht antritt, hat schon verloren“, sagte er.

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