NRW-Ministerin am Sauerfeld sichtlich angetan

NRW-Ministerin Christina Kampmann (2. von links) war zu Gast am Sauerfeld und sah sich die Ausstellung „Kinderleben“ an.

Lüdenscheid - Tolle Themen, interessante Projekte und Ideen, wertvolle Anregungen: NRW-Ministerin Christina Kampmann war bei ihrem Besuch in Galerie und Museum sichtlich angetan, wie Lüdenscheid aktuelle Museumsarbeit interpretiert und dabei immer wieder auf höchst unterschiedliche Weise Alltagskultur widerspiegelt.

Die Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport war auf Einladung ihres Parteifreundes Gordan Dudas (SPD-MdL) in die Bergstadt gekommen – eine „willkommene Karnevalsflucht“, wie die Berufsdüsseldorferin betonte. Als Ostwestfälin aus Bielefeld sah sie sich statt des Karnevalstreibens aber viel lieber die „Kinderleben“-Leihgaben – auch aus der Kunsthalle Bielefeld – an, durch die Galerieleiterin Dr. Susanne Conzen kundig und knapp führte. Zudem nutzten Ulrike Tütemann und Potlako Mokgadi vom Verein „Wir hier“ die Gelegenheit, die vielfältigen und originellen Ansätze ihres Vereins vorzustellen, von „symbiotischen Kräften, die entstanden“ seien, zu schwärmen und neue Ideen anzukündigen, für die man vielleicht wieder Fördergelder vom Land beantragen werde. „Dann bin ich sehr gespannt, was daraus entsteht“, zeigte die Ministerin Interesse an der Weiterentwicklung der Lüdenscheider Initiative. Der, so betonte Bürgermeister Dieter Dzewas, sei es beispielhaft gelungen, sehr starke Interessengruppen von Vertriebenen sowie EU-Zuwanderer und die der neuesten Generation zusammenzuführen: „Das war die Kunst, das ist gelungen.“ Die Ministerin war beeindruckt: „Vielleicht kann ich die Idee irgendwo übernehmen.“

Dass das Selbstverständnis eines Museums heute sich durchaus von früher unterscheidet, erläuterte Museumsleiter Dr. Eckhard Trox bei dieser Gelegenheit. „Wir definieren uns als Ausstellungsmuseum für Südwestfalen“, sagte er, und weiter: „Wir sind dabei, das Museum in schwierigen Zeiten nach vorne zu verteidigen.“ Wie das gelingt und weiter gelingen könnte, dazu verwies er auf erfolgreiche Ausstellungen, die nur dank der Unterstützung des Landes und von Sponsoren möglich gewesen seien. Das nächste Projekt ist schon konzipiert, man hoffe auf Fördermittel des Bundes. Der Titel „Stadtgefährten: Stay or go – junge Leute zwischen 14 und 21“ soll Erkenntnisse über die Zukunftsentwürfe und Heimatverbundenheit junger Menschen bringen.

„Ich denke viel darüber nach, wie wir mehr Menschen in Museen bekommen können“, sagte Ministerin Kampmann. Aus Lüdenscheid nahm sie dazu jedenfalls einige Anregungen mit – auch in Form des Begleitbandes zur Ausstellung „Wir hier“.

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