Regionalveranstaltung

"NRW. Das machen WIR!": Integration ins Arbeitsleben

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Lüdenscheid - Politiker, ehren- und hauptamtliche Helfer sowie Flüchtlinge haben sich am Montagabend in der Turnhalle der ehemaligen Grundschule Schöneck getroffen. Im Zuge der Landes-Veranstaltung "NRW. Das machen WIR!" ging es um die Integration von Flüchtlingen ins Arbeitsleben.

„Lüdenscheid ist meine Hoffnung – ganz ehrlich“, sagte Gitarrist und Sänger Tajik „CJ“ Farschid, nachdem er sein Danke-Lied am Montagabend in der Turnhalle der ehemaligen Grundschule Schöneck beendet hatte.

Der Flüchtling aus Afghanistan war im Rahmen der Veranstaltung „NRW. Das machen WIR!“ aufgetreten. Er sang über Lüdenscheid, seine neue Heimat, und berührte damit seine Zuhörer sichtlich.

Vorstellung von Initiativen und Projekten

Nachdem viele Geflüchtete – wie von „CJ“ besungen – inzwischen eine Wohnung und Kontakte gefunden haben, geht es jetzt insbesondere darum, sie in Arbeit und Ausbildung zu integrieren, wie deutlich wurde.

Denn Politik, haupt- und ehrenamtliche Helfer sowie Flüchtlinge selbst diskutierten zu diesem Thema und stellten sich gegenseitig ihre Initiativen und Projekte vor.

Gesprächsrunde zum Thema

Für das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW, das die Regionalveranstaltung in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung ausgerichtet hatte, waren unter anderem Arbeits- und Integrationsminister Rainer Schmeltzer sowie sein Vertreter Roland Matzdorf vor Ort.

Regionalveranstaltung "NRW. Das machen WIR""

Matzdorf sprang zunächst in einer Diskussionsrunde mit Bürgermeister Dieter Dzewas und Landrat Thomas Gemke für Schmeltzer ein, da dieser sich verspätet hatte.

"Es gibt keine Alternative zur Integration"

Moderiert von Journalistin Anne Willmes sprachen alle drei über Integration. „Ich bin überwältigt von der Vielfalt der Initiativen, in denen die Menschen aktiv sind – und auch von den Geflüchteten selbst, die sich auf den Weg gemacht haben, sich zu integrieren“, sagte Matzdorf. Und: „Schockiert sind wir natürlich von Gegenbeispielen, bei denen sich Geflüchtete in Hartz IV einrichten.“

Roland Matzdorf, Thomas Gemke und Dieter Dzewas (von links) beteiligten sich an einer Diskussion.

Thomas Gemke betonte zum einen, wie wichtig die Vernetzung des Ehrenamts sei, und zum anderen, dass Deutschkenntnisse für Flüchtlinge das A und O seien, um sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren. „Es gibt keine Alternative zur Integration“, stellte er fest.

Bürgermeister Dieter Dzewas berichtete von der Entwicklung in Lüdenscheid seit dem Flüchtlingszustrom – und sagte, er sei nach wie vor begeistert vom zivilgesellschaftlichen Engagement aller Altersgruppen.

Initiativen stellen sich vor

Das stand schließlich im Fokus, als sich sieben Initiativen vorstellten: Das Berufsbildungszentrum der Kreishandwerkerschaft Märkischer Kreis (bbz), in dessen Internat jugendliche unbegleitete Flüchtlinge leben und Erfahrungen in verschiedenen Bereichen des Handwerks sammeln, die Flüchtlingsinitiative Lüdenscheid, „Hagen ist bunt“, die Stadt Altena mit speziellen Sprachkursen und dem Umbau des ehemaligen Restaurants „Mythos“ zu einer Begegnungsstätte, die Gevelsberger Initiative „Jobsuche für Flüchtlinge“, ein Qualifizierungsprojekt für Flüchtlinge in den technischen Bildungsstätten der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer sowie das Netzwerk Integration durch Qualifizierung (IQ) NRW.

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