Die Facetten der zeitgenössischen Kunst

Galerieleiterin Dr. Susanne Conzen und Thomas Meermann (Sparkasse) in einer Installation.

LÜDENSCHEID -  Das Material muss überzeugen. Die Intention des Künstlers muss erkennbar sein. Und nicht zuletzt soll der Betrachter einen Zugang finden können. Drei von vielen Kriterien, anhand derer eine Fachjury 15 Künstlerinnen und Künstler für die Ausstellung „Kunst jetzt – der Ida-Gerhardi-Förderpreis“ ermittelt hat.

Die Arbeit des 20-jährigen gebürtigen Wuppertalers Jonas Hohnke gehört zweifellos zu den originellsten Arbeiten, die ab morgen und bis zum 9. Februar 2014 in der Städtischen Galerie ausgestellt werden. Er schichtete in einem Rondell Säcke mit Holzkohle auf. „Feuerstelle“ heißt die Arbeit.

Seit 1989 schreibt die Sparkasse den Förderpreis aus, zunächst jährlich, später in zweijährigem Rhythmus. Anfangs, so Thomas Meermann (Sparkasse, Marketing) waren nur Künstler aus dem Märkischen Kreis aufgerufen, sich zu bewerben. Später merkte man, dass das Potenzial nicht groß genug war, um dauerhaft eine hochwertige Ausstellung anzubieten. So weitete man den Kreis der Bewerber auf Nordrhein-Westfalen aus – der regionale Bezug blieb, aber die Kunstakademien waren miteingeschlossen.

Dorthin gingen auch in diesem Jahr die Einladungen, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen. Rund 130 Bewerber reichten ihre Arbeiten ein, übrig geblieben sind Nadine Arbeiter, Christian Bögelmann, Tim Cierpiszewski, Marie Gerlach, Gesine Grundmann, Tobias Hantmann, Jonas Hohnke, Sabine Huziklewiz, Christina Kramer, Sebastian Ludwig, Kevin Pawel Matweew, Jugoslav Mitevski, Markus Saile, Niels Sievers und Janine Tobüren.

Die 15 Künstler, drei mehr als ursprünglich geplant, sind zur Vernissage morgen Abend ab 19.30 Uhr in der Städtischen Galerie an der Sauerfelder Straße eingeladen. Nach zwei intensiven Jurysitzungen steht der Preisträger bereits fest, sein Name bleibt allerdings bis morgen Abend ein gut gehütetes Geheimnis. Immerhin lobt die Sparkasse Lüdenscheid wieder 5000 Euro in bar und weitere 3000 Euro für die Realisierung einer Auflagenarbeit aus. In der Jury für 2013 saßen neben Marcel Hiller, dem Preisträger 2011, Professor Maik Löbbert (Köln/Münster), Professor Dirk Löbbert (Köln/Münster), Dr. Doris Krystof (Düsseldorf), Professor Udo Dziersk (Düsseldorf) und Galerieleiterin Dr. Susanne Conzen

Zu sehen sind dann ab Samstag unter anderem großformatige Farbfelder in Erdtönen, das filigrane Werk „Die Sympathie des Königs“, arrangierte Acrylglasscheiben mit aufgemalten Spuren, technoide, großformatige Reliefs, aber auch comic-ähnliche Werke, Tafelbilder in Öl auf Holz, ein Exponat, bei dem eine Tuschezeichnung in die Dreidimensionalität transformiert wurde, Werke in Lack auf Beton, bei denen die Dreidimensionalität wieder in die Fläche gebracht wurde, aber auch Videoarbeiten wie wartende Menschen an einer Bushaltestelle.

Die Vernissage morgen Abend ist öffentlich, der Eintritt in die Städtische Galerie ist frei. - rudi

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare