Preis für Innere Sicherheit

NRW-Innenminister Ralf Jäger zeichnet Projekt des RC Lüdenscheid-Zeppelin aus

Innenminister Ralf Jäger (li.) überreichte der Rotary Club-Präsidentin Sabine Lorenz und „Bobby“ Steinweg den Preis.

Lüdenscheid - NRW-Innenminister Ralf Jäger hat am Donnerstag im Kulturhaus das Projekt „take care – be fair“ des Rotary Clubs Lüdenscheid-Zeppelin an den weiterführenden Schulen mit dem Landespreis für Innere Sicherheit ausgezeichnet. Es richtet sich gegen Cyber-Mobbing.

Die digitale Welt sorge für mehr Lebensqualität und Freiheit, meinte Jäger, aber das ständige Kommunizieren im Internet berge auch Gefahren: „Respekt und Wertschätzung gehen verloren, wenn Regeln nicht eingehalten, Witze über Minderheiten gemacht und Menschen beleidigt und damit zu Opfern werden. Jeder trägt auch Verantwortung“, appellierte er an alle, die auf Facebook, Twitter, Instagram oder WhatsApp unterwegs sind.

Club-Präsidentin Sabine Lorenz zeigte sich „froh, glücklich, dankbar und auch ein wenig stolz“ über die Anerkennung. Denn der Rotary Club Lüdenscheid-Zeppelin habe sich erst vor knapp fünf Jahren gegründet und sei bei der Suche nach einem Projekt, das sich dem Gemeinwohl und dem guten Zusammenleben verpflichtet fühlt, auf den Umgang mit den neuen Medien gekommen. „Wir wollten uns gerade Kindern und Jugendlichen widmen und sind daher eine Präventionspartnerschaft mit den weiterführenden Schulen und der Polizei eingegangen.“ Eine Idee, die im wahrsten Sinne des Wortes Schule gemacht hat. Auch in Meschede, Altena und Hagen gebe es inzwischen solche Projekte.

Bernd Scholz, zu Beginn des Projekts Polizeirat für den südlichen Märkischen Kreis, erklärte, dass es in den Jahrgängen 6 und 7, die an den Schulen an dem Projekt teilgenommen hätten, kein Cyber-Mobbing mehr gegeben habe. Bis zu 150 Schüler seien pro Schule erreicht worden, und an den weiterführenden Schulen sei das Thema Cyber-Mobbing fester Bestandteil geworden. „Eigentlich gehören alle Schulen auf die Bühne“, meinte Scholz.

Schüler der Adolf-Reichwein-Gesamtschule mit der zuständigen Lehrerin Monika Rode hatten einen pfiffigen Film produziert. „Es geht ums Begreifen“, sagte Rode, „und wenn die Schüler kreativ so ein Thema umsetzen, dann bleibt das auch hängen und macht sie stark.“

Lehrerin Alexandra Herl betreut an der Richard-Schirrmann-Realschule das Projekt. Schüler führten ein Theaterstück auf, das eindrucksvoll zeigte, wie schnell jemand zum Opfer von Cyber-Mobbing werden kann, aber auch an wen man sich wenden kann, um Hilfe zu bekommen, zum Beispiel an das Cyber-Mobbing-Team an der Schule: „Hier helfen Schüler Schülern.“

Christiane Langs-Blöink, Leiterin der Theodor-Heuss-Realschule, sagte, das Projekt mache Mut und habe den Nerv der Schule getroffen. Die Schüler seien sehr engagiert. Das galt auch für die Realschule in Halver, dessen Schulleiter Friedhelm Schröder betonte, es sei auch kein Problem gewesen, das Kollegium dafür zu gewinnen.

Musikalisch hatte die von Polizeipressesprecher Marcel Dilling moderierte Preisverleihung auch einiges zu bieten. Überraschungsgast war Rainer Hänsch mit seinem „Sauerland“-Lied. Außerdem spielte das Jazz-Pop-Orchester der Polizei NRW.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare