Förderzusage des Landes

Lüdenscheid kriegt knapp anderthalb Millionen vom Land

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NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach trug sich im Beisein von Bürgermeister Dieter Dzewas in das Goldene Buch der Stadt ein.

Lüdenscheid - Die Anspannung lag in der Luft, gleichwohl Dr. Eckhard Trox, Leiter der städtischen Museen, mit einer ebenso humor- wie salbungsvollen Rede am Mittwochnachmittag für den Bau der neuen Dauerausstellung warb. In der ersten Reihe: Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen.

„Von Ihnen habe ich viel gehört“, begann die Ministerin mit Blick auf den Leiter der Museen ihre kurze Ansprache. Erwartungsvolle Blicke von der lokalen Politprominenz begleiteten ihre Worte: „Und jetzt sitzen Sie alle da. Aber ich habe keinen Förderbescheid dabei!“ Das habe einen einfachen Grund: „Der Förderbescheid ist nicht rechtzeitig fertig geworden. Deswegen kann ich Ihnen heute nur die Förderzusage über 1,489 Millionen Euro geben. Das ist mehr, als Sie erwartet haben. Aber Heimat, das sind Ihre Ideen, und das ist Ihre Kreativität.“

Das Geld stammt aus dem Förderprogramm „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. Wir fördern, was Menschen verbindet.“ des Landes NRW. Die Landesregierung fördert Initiativen und Projekte, die lokale und regionale Identität und Gemeinschaft und damit Heimat stärken, mit rund 150 Millionen Euro bis 2022. Den entsprechenden Antrag hatten die Museen schon vor Monaten gestellt und auf eine Förderung gehofft. Insofern wurde der Besuch der Ministerin bereits seit Tagen mit Spannung erwartet.

Etwa 2,5 Millionen Euro Kosten stehen im Raum, sollte die Dauerausstellung 2022 eröffnet werden. Anderthalb Millionen Euro muss die Stadt selbst aufbringen, der Rest muss über Drittmittelgeber und Förderer fließen. Mit der Förderzusage ist die Summe der Drittmittel mehr als erfüllt. Nach eigenen Worten ungeschönt und undiplomatisch hatte Trox in seiner Rede klargestellt: „Lüdenscheid will sich mit der Ausstellung einen Teil seiner zugeschütteten Geschichte zurückholen.“

Geradezu enthusiastisch erzählte der Museumsleiter von den ersten Planungen im Sommer 2015 bis hin zum derzeitigen Stand und lud die Ministerin gleich prophylaktisch zur Eröffnung der neuen Ausstellung im Jahr 2022 ein. Für alle am Projekt Beteiligten bedeutet die Förderzusage nun Planungssicherheit.

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