Kreis übernimmt Betreuung

Notunterkunft Raithelplatz: Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Lüdenscheid - Die Vorbereitungen für die Aufnahmen von 150 Flüchtlingen in der Sporthalle am Raithelplatz laufen seit Donnerstagmorgen auf Hochtouren. Dutzende von Spanplatten decken den Hallenboden ab, die Geräteräume sind geleert, um Platz für Lebensmittel und Kochgelegenheiten zu schaffen, und die Verantwortlichen klären die Zuwegungen innerhalb und außerhalb des Gebäudes ab.

Die Betreuung der für Freitag zu erwartenden Flüchtlinge wird zunächst von Mitarbeitern des Kreises übernommen. „Wir haben einen Schichtdienst für Lüdenscheid und Halver organisiert“, sagte Kreispressesprecherin Ursula Erkens am Donnerstag. Denn neben der Halle am Raithelplatz steht die ehemalige Förderschule „An der Susannenhöhe“ in Halver als zweite Notunterkunft in gleicher Kapazitätsgröße zur Verfügung.

Viele Mitarbeiter der Verwaltung hätten sich für Betreuungsaufgaben gemeldet, so Erkens. „Wir hoffen aber, dass wir Unterstützung von den Hilfsorganisationen bekommen können, denn die Verwaltungskräfte verfügen natürlich nicht über die Erfahrung.“

Betten aus Hohenlimburg

Der Einsatzstab beim Märkischen Kreis.

Eine ausreichende Zahl an Betten hat der Märkische Kreis inzwischen aus der Nachbarstadt Hohenlimburg bekommen. Die medizinische Untersuchung aller 400 Neuankömmlinge wird der Fachbereich Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz des Kreises sicherstellen.

Erfahrung der städtischen Helfer nutzen

Bei der Versorgung der Menschen kann der Kreis auf die Erfahrung der Helfer in den städtischen Einrichtungen zurückgreifen. Tee und viel Zucker statt Mineralwasser mit Kohlensäure kommt zum Beispiel ins Getränkedepot. „Für solche Hinweise sind wir natürlich sehr dankbar“, so Gemke. In den ersten Tagen nach der Ankunft sollte von einer direkten Kontaktaufnahme abgesehen werden, bittet Gemke.

Anwohner mit Handzetteln informiert

Schulleiterin Ursula Wortmann-Mielke, Kreisbrandmeister RainerBlumenrath, und Eckehard Beck, Fachbereichsleiter beim Kreis (v. l.), klären die Zuwegungen ab.

Die Anwohner rund um den Raithelplatz seien mit Handzetteln über die Situation informiert worden. Ein dritter Standort für die Aufnahme der übrigen 100 Personen wurde gestern trotz intensiver Suche noch nicht gefunden. Ein vorgesehenes Gebäude in Iserlohn habe sich nach eingehender Prüfung als nicht geeignet herausgestellt. Ende September wird das KDVZ-Gebäude in der Nachbarstadt freigezogen. „Wir stehen mit der Bezirksregierung in Verhandlungen, ob eine zeitliche Streckung möglich ist.“

Flüchtlinge verlassen die Almeloh-Sporthalle in Iserlohn

Während sich der Kreis für die ersten Aufnahmen in den Notunterkünften rüstet, verlassen in Iserlohn die meisten der rund 140 Flüchtlinge nach mehrwöchigem Aufenthalt die städtische Unterkunft in der Almelo-Sporthalle. Doch eine Entspannung ist damit nicht verbunden. Nach Abschluss des Registrierungsverfahrens wurden Donnerstag 70 Personen im Zuge der regulären Zuweisung von Asylbewerbern in zehn verschiedene Städte in Nordrhein Westfalen gebracht. 22 Personen aus der Almelohalle hat die Bezirksregierung der Stadt Iserlohn zugewiesen.

Flüchtlingunterkunft Raithelplatz

60 Flüchtlinge werden voraussichtlich Freitag den Gemeinden zugewiesen. Nach Angaben von Iserlohns Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens sei davon auszugehen, dass die Einrichtung kurzfristig mit neuen Flüchtlingen belegt werde.

Bürgertelefon

Für Sachspenden oder Betreuungsangebote hat der Kreis ein Bürgertelefon unter der Rufnummer 0 23 51/96 68 350 eingerichtet. Es ist am Freitag von 8 bis 20 Uhr, Samstag von 8 bis 18 Uhr besetzt und danach zu den üblichen Öffnungszeiten der Kreisverwaltung.

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