Notfalldienst am Klinikum in Lüdenscheid konzentriert

Ayse Özkorucuklu, Oya Ertas, Veronika Fischer (v.l.) besichtigten gestern ihren neuen Arbeitsplatz. Zum Team der Arzthelferinnen in der Notfallpraxis gehört ferner Beate Seefeld.

MÄRKISCHER KREIS ▪ Heute ist der Stichtag für die Neustrukturierung des ärztlichen Notdienstes in Westfalen-Lippe und damit im Märkischen Kreis (wir berichteten mehrfach). Damit nimmt auch die für den südlichen Märkischen Kreis zuständige Notfalldienstpraxis im Klinikum Lüdenscheid ihre Arbeit auf. Gestern haben die vier Arzthelferinnen, die für den Dienst in der Notfallpraxis eingestellt wurden, die Räume besichtigt, in denen sie heute Abend zum ersten Mal Patienten betreuen werden.

Wer außerhalb der Sprechstunden der Hausärzte medizinische Hilfe benötigt, kann die Notfallpraxis montags, dienstags und donnerstags von 18 bis 22 Uhr, mittwochs und freitags von 13 bis 22 Uhr sowie samstags, sonntags, feiertags von 8 bis 22 Uhr aufsuchen. Darüber hinaus gibt es die landesweit einheitliche Rufnummer 01 80 / 5 04 41 00, an die alle Notfalldienste angeschlossen sind. Dort bekommen Patienten bis jeweils 8 Uhr am nächsten Tag Hilfe – also während und nach den Öffnungszeiten der Notfallpraxis. Grundsätzlich kann jeder, der ärztliche Hilfe benötigt, zunächst die Arztrufzentrale unter der genannten Rufnummer kontaktieren. Dort wird entschieden, ob der Patient selbst die Notfallpraxis oder Ambulanz aufsuchen kann oder ob der Fahrdienst zu ihm nach Hause kommt. Mitarbeiter der Johanniter fahren einen Arzt zum jeweiligen Einsatzort.

Die direkte Krankenhausanbindung der neuen Notfallpraxis haben aus Sicht des Klinikums einige Vorteile für Patienten. So kann die Infrastruktur des Klinikums, beispielsweise für Laboruntersuchungen oder Röntgenaufnahmen, genutzt werden. Sollte sich bei der Untersuchung die Notwendigkeit einer stationären Behandlung ergeben, könne auch diese sofort erfolgen. Alle Patienten, die die Notfallpraxis oder die Zentrale Notaufnahme (ZNA) aufsuchen, werden von einem medizinischen Koordinator eingeschätzt. Dieser entscheidet, ob die weitere Behandlung in der Notfallpraxis oder in der ZNA erfolgen muss. So können auch ambulante Notfallpatienten mit weniger schweren Erkrankungen nun in der Notfallpraxis behandelt werden, Wartezeiten für die Patienten der ZNA werden so verkürzt und das Personal spürbar entlastet.

Neben diesem allgemeinen Notfalldienst wird am Klinikum Lüdenscheid ein pädiatrischer Notfalldienst in der Ambulanz der Kinderklinik auf der 2. Etage des Haupthauses vorgehalten, wo Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre versorgt werden können. Besondere Regelungen gelten ebenfalls für den augen- und HNO-ärztlichen Notfalldienst. Die Augenklinik und die HNO-Klinik am Klinikum Lüdenscheid übernehmen unter anderem die Notfallversorgung am Abend und in der Nacht für Patienten, die weit über die Region des Märkischen Kreises hinaus wohnen. Auch diese drei fachärztlichen Notfalldienste sind an die Arztrufzentrale in Duisburg angeschlossen und über die Rufnummer 01 80 / 5 04 41 00 zu erreichen. ▪ gör

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