Aus für Shoppen mit Termin

Notbremse im MK: Viele Händler, Möbelhäuser, Baumärkte müssen schließen

Die neue Coronaschutzverordnung für NRW gilt ab Montag im Märkischen Kreis. Weil der maßgebliche Inzidenz-Wert hier aber immer noch deutlich über 100 liegt, zieht der Kreis die Notbremse.

Lüdenscheid - Viele Einzelhändler, Möbelhäuser und Baumärkte im MK müssen ihre Läden ab Montag wieder schließen. Click & Meet ist damit wieder Geschichte. Wie der Märkische Kreis am Freitag mitteilte, hat der Kreis seine Allgemeinverfügung, die am Sonntag auslief, erneuert. Sie wurde am Abend veröffentlicht, damit sie am kommenden Montag zeitgleich mit der Coronaschutzverordnung Gültigkeit erlangen kann. (News zum Coronavirus)

LandkreisMärkischer Kreis
Einwohner412.120 (2019)
KreisstadtLüdenscheid

Der Inhalt der Allgemeinverfügung in Kombination mit der neuen Coronaschutzverordnung macht deutlich, dass weite Teile des stationären Einzelhandels im Kreis, Möbelhäuser, Baumärkte, aber auch Massagesalons und Freizeiteinrichtungen ab Montag wieder für Kundenbesuche schließen müssen. Sie haben am Samstag (27. März) und teilweise sogar Sonntag (28. März) aber noch geöffnet. Sonnenstudios dürfen anders als in anderen Teilen von NRW erst gar nicht öffnen.

Neuer Lockdown im MK: Diese Einrichtungen bleiben geöffnet

Geöffnet bleiben ab Montag (29. März) somit nur Einrichtungen des Einzelhandels für Lebensmittel, Direktvermarktungen von Lebensmitteln, Abhol- und Lieferdiensten sowie Getränkemärkten und Kiosken, Wochenmärkte für Verkaufsstände mit dem Schwerpunkt Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfs einschließlich sonstiger Verkaufsstände in untergeordneter Anzahl, Apotheken, Reformhäusern, Sanitätshäusern, Babyfachmärkten und Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen sowie Poststellen, Zeitungsverkaufsstellen, Futtermittelmärkten und Tierbedarfsmärkten, Blumengeschäfte sowie weiteren Einzelhandelsgeschäften, die kurzfristig verderbliche Schnitt- und Topfblumen sowie Gemüsepflanzen und Saatgut verkaufen und den Verkauf hierauf einschließlich unmittelbaren Zubehörs (Übertöpfe und so weiter) beschränken, sowie Einrichtungen des Großhandels für Großhandelskunden und, beschränkt auf den Verkauf von Lebensmitteln, auch für Endkunden sowie Tafeln. Baumärkte und Gartenbaumärkte dürfen nur von Gewerbetreibenden mit Gewerbeschein besucht werden.

Im Märkischen Kreis gelten damit wieder weitestgehend die Regeln, wie sie bis zum 8. März verbindlich waren. Click & Meet - also das Shoppen mit Termin - ist damit im MK nicht mehr möglich. Einkäufe in anderen Städten außerhalb des Märkischen Kreises sind zumindest theoretisch aber auch in der kommenden Woche möglich.

Neuer Lockdown im MK: Zunächst keine Freitestung

Kreissprecher Alexander Bange bestätigte, dass die Möglichkeit zur Freitestung im MK nicht eingeräumt wird. Dafür hätte der Märkische Kreis in einer eigenen Allgemeinverfügung - abgestimmt mit dem NRW-Gesundheitsministerium - regeln müssen, dass man mit einem „tagesaktuellen bestätigten negativen Ergebnis eines Schnell- oder Selbsttests“ die nun zu schließenden Einrichtungen besuchen kann. Das erfolgte nicht. Da es auch am Wochenende keine weitere Allgemeinverfügung geben werde, müssten die betroffenen Geschäfte am Montag zunächst schließen.

Am Montag zog es Kunden wieder in die Innenstadt. Doch bei weitem nicht alle Geschäfte hatten wieder geöffnet.

Stattdessen lehnt sich die neue Allgemeinverfügung an die alte an. Die aktualisierte Allgemeinverfügung, die ab dem kommenden Montag, 29. März, im Märkischen Kreis gilt, beinhaltet über die Maßnahmen der Coronaschutzverordnung hinaus zudem folgende Punkte:

  • Kontaktbeschränkungen: Aufgrund des hohen Infektionsgeschehens im privaten Umfeld hatte der Märkische Kreis bereits in der vergangenen Woche die Kontaktbeschränkungen für den privaten Bereich verfügt. Das ist auch weiterhin vorgesehen. In der neuen Coronaschutzverordnung sind im öffentlichen Raum nur Treffen mit höchstens einer Person aus einem anderen Hausstand möglich. Eine Ausnahme gilt vom 1. bis 5. April: In diesem Zeitraum dürfen sich öffentlich zwei Hausstände mit insgesamt maximal fünf Personen treffen (Kinder unter 14 Jahren nicht mitgezählt). Die in der Coronaschutzverordnung aufgeführten und für den öffentlichen Raum vorgesehenen Kontaktbeschränkungen gelten also im Märkischen Kreis ab dem 29. März auch wie zuvor im Privatbereich (§2 Abs. 1a CorSchVO). Das heißt: Auch zuhause sind - außer über Ostern- nur noch Treffen mit einer Person eines anderen Hausstands erlaubt. Kinder unter 14 werden dabei nicht mitgezählt.
  • Maskenplicht: Weiterhin gilt ab Montag wie bisher die Maskenpflicht bei Fahrgemeinschaften (ausgenommen die fahrzeugführende Person).
  • Friseure und Co.: Auch für körpernahe Dienstleistungen (zum Beispiel Friseure, Fußpflege, Nagelstudios, etc.) hatte der Kreis bereits Maßnahmen verfügt, die ab dem 27. März gelten. Für Termine bei Friseuren und körpernahen Dienstleistungen nach Paragraf 12 der NRW-Coronaschutzverordnung muss auch nach dem 29. März ein tagesaktueller, negativer Schnelltest vorgelegt oder vor Ort ein Selbsttest durchgeführt werden. Das gilt nicht für Kinder bis zum Schuleintritt.

    Ausgenommen von dieser Schnelltest-Regelung sind medizinisch notwendige Leistungen von Dienstleistern im Gesundheitswesen (einschließlich Physio-, Ergotherapeuten, Podologen, medizinische Fußpflege, Logopäden, Hebammen, Hörgeräteakustikern, Optikern, orthopädischen Schuhmachern und so weiter).

Im Hotspot Lüdenscheid sind per Allgemeinverfügung unter anderem die Regeln zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes verschärft worden. Es gilt ein Rauch- Ess- und Trinkverbot. Den höchsten Inzidenzwert meldet am Freitag Plettenberg - er liegt nun bei 459,6.

Rubriklistenbild: © Cedric Nougrigat

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