Notaufnahme behandelt 35 Hitze-Opfer

Nikoletta (l.) freut sich wie die zweijährige Taiga und ihre Mutter Linda Kowollik über die Abkühlung im Kinderbecken. Aber vielen Menschen macht die Hitze auch zu schaffen.

LÜDENSCHEID ▪ Zu lange hatten sich die beiden älteren Damen der Sonne ausgesetzt und sich dadurch einen Sonnenstich und sogar Verbrennungen zugezogen.

Markus Bald, Leitender Arzt der Notaufnahme im Klinikum, und sein Team haben zurzeit auf ganz besondere Weise mit der Hitze zu kämpfen: „Die beiden Damen waren sicherlich ein Extremfall, aber am Montag und Dienstag haben wir allein 35 Menschen behandelt, bei denen Austrocknung die Ursache von Verwirrung, Apathie und Kreislaufproblemen war. Zum größten Teil waren es ältere Menschen, die mit Verdacht auf Schlaganfall eingeliefert wurden, aber auch junge Leute, die mit der Hitze nicht zurecht kamen“, sagte der Mediziner auf LN-Anfrage.

Einen Andrang erfreulicherer Art verzeichnete in den vergangenen beiden Tagen das Familienbad Nattenberg. Am frühen Nachmittag bildeten sich lange Schlangen vor den Kassen, denn das Thermometer hatte im Laufe des Tages die 30-Grad-Marke knapp überschritten und wer die Möglichkeit hatte, fand Abkühlung im kühlen Nass.

In der Innenstadt suchten viele Lüdenscheider doch eher ein schattiges Plätzchen als sich direkt der starken Sonnenstrahlung auszusetzen. Die Eisdielen hatten selbstverständlich Hochkonjunktur und auch die Getränkemärkte konnten sich über mangelnden Absatz an fruchtigen Säften und Wasser nicht beklagen.

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