Tor-Charakter soll betont werden

Neue Nostalgie-Laternen umringen die Altstadt

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Wie hier an der Ecke Turmstraße wurden in den letzten Wochen im Zickzack-Kurs Altstadtlaternen installiert.

Lüdenscheid - Der Frühling lässt auch die Laternen „wachsen“: Rund 30 Altstadtlaternen definieren derzeit nach und nach die Grenzen der Altstadt. Spätestens bis Ostern sollen alle neuen Nostalgie-Laternen stehen. Die Baumaßnahme kostet alles in allem 180.000 Euro.

Das teilte Yvonne Hayer auf Anfrage mit. Die STL-Mitarbeiterin ist für die Straßenbeleuchtung zuständig. Lüdenscheids Laternen werden seit einiger Zeit bekanntlich energiesparend modernisiert. Im Zuge dessen werden die alten „Goldfischgläser“ ersetzt werden.

Da die neuen Innenstadtleuchten aber als zu modern für die Altstadt gelten, fiel die Entscheidung für die „Gestaltungsbeleuchtung“ mit weiteren nostalgisch anmutenden Laternen. Es seien neue Standorte hinzugekommen, sagt Yvonne Hayer, allerdings „kein Drittel“ mehr. Man habe versucht, die im Rahmen des IHK festgestellten Altstadtgrenzen durch die Laternen zu definieren.

Der Auftrag wurde bereits Ende 2016 erteilt, aber erst mit dem Ende des Winters habe man mit den Arbeiten an der Corneliusstraße, Turm-, Graben- und Freiherr-vom Stein-Straße beginnen können. Dazu sind Tiefbau- und Kabelarbeiten erforderlich, was abschnittsweise zu kleinen Baustellen führt. 

Tor-Charakter soll betont werden

Dass nun vereinzelt auf wenigen Metern eine recht hohe Dichte der Laternen (Stückpreis etwa 4500 Euro) herrscht, habe zweierlei Gründe, erläutert Yvonne Hayer. Zum einen wolle man, etwa im Bereich Freiherr-vom Stein-Straße/ Grabenstraße das „Tor zur Altstadt“ optisch hervorheben; zum anderen strahlten die nostalgischen LED-Leuchten nicht so stark wie die modernen. Mithilfe eines Lichtplaners wolle man gleichwohl gezielt Licht in bislang dunkle Innenstadt-Ecken bringen.

Insbesondere bei der Wahl neuer Standorte sei man abhängig von der Bebauung gewesen, habe Zufahrten, Schaufenster, Schaltschränke berücksichtigen müssen. Da, wo neue Laternen dicht an Hausfassaden gebaut wurden, sei das mit den Eigentümern abgestimmt. Installation und Wartung liege bei den Stadtwerken. Die führten im übrigen auch regelmäßig Mastprüfungen durch. Denn auch Nostalgie-Laternen altern, was gerade jetzt im Vergleich mit den neuen Exemplaren auffällt. Dass die Laternen vor dem eigentlichen Altstadt-Umbau aufgestellt werden, sieht Yvonne Hayer als passendes Signal: „Ein kleiner Start für den Beginn der Altstadtprojekte.“

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